Eine vom Konzept her außergewöhnliche Jugendserie, die aber aufgrund ihrer gewaltfreien Ausrichtung die wirklich interessanten Aspekte der Apokalypse (Was wurde beispielsweise aus den vielen Leichen der Erwachsenen?) beinahe komplett außen vor lässt. Konflikte zwischen den einzelnen Kinderbanden (oder Stämmen, wie sie sich hier nennen) werden unglaubwürdigerweise größtenteils verbal gelöst, Problemthemen wie Jugendsekten nur angedeutet. Der Schwerpunkt liegt eh auf der für Teenies wohl wichtigsten Frage: Wer mit wem? Da die Zielgruppe zudem vermutlich überwiegend weiblich ist, wurden fast nur knuddelige Darsteller gecastet, Boys zum Verlieben und Girls zum Identifizieren. Darum spielen auch phantasievolle Kostüme und MakeUps (beides mal niedlich, mal lachhaft) eine so große Rolle: Die Mädels sollen dazu angeregt werden, sich wie ihre gleichaltrigen neuseeländischen Vorbilder zu schminken und zu verkleiden. Da kommt wenigstens die kreative Beteiligung nicht zu kurz.
In schauspielerischer Hinsicht kann man aufgrund der nur aus Kindern bestehenden Besetzung nicht allzu viel erwarten; Es ist das übliche Daily Soap Niveau. Überzeugender sind da schon die bisweilen überraschend soliden Drehbücher. Gerade die fünfte und letzte Staffel ist für so eine Kindersendung ungewöhnlich gut durchdacht.