Langersehnte Fortsetzung zu einem etwas anderen Teeniehorrorfilm. Nach " Scream " gab es eine riesen Welle von Slashern und nur " Final Destination " hob sich sehr stark durch eine andere Story davon ab. Hier gibt es keinen Killer, denn hier mordet der Tod persönlich und das sehr kreativ. Regisseur David R. Ellis ( Snakes on a Plane ) hat alles voll im Griff und steigert sich enorm im Gegensatz zu seinem Regiedebut. Da das Original massenhaft Gewinn in die Kinokassen spülte, verdoppelte man hier das Budget fast. Auch das Gesetz der Fortsetzung wird hier ungültig, denn " Final Destination 2 " kann locker mit dem Erstling mithalten. Vor kurzem kam Teil drei auf DVD heraus.
Story:
Die Schülerin Kimberly ( AJ Cook ) träumt von einem schrecklichen Unfall mit vielen Todesopfern. Kurz darauf kracht es wirklich auf der Autobahn und eine Gruppe Leute, welche bei dem Unfall sterben sollte, überlebt, da Kimberly die Zufahrt blockiert hatte. Doch kurze Zeit später lässt Einer nach dem Anderen aus der Gruppe auf mysteriöse Weise sein Leben. Kimberly sucht Hilfe bei Clear ( Ali Larter ), welche vor einem Jahr den Flug 180 überlebte. Zusammen versuchen sie den Plan des Todes zu ergründen und ihn dann zu vereiteln.
Man nimmt das Grundkonzept des sehr erfolgreichen Vorgängers, spinnt aber gewisse Verbindungen mit den Opfern des ersten Teils. Auch der Plan des Todes läuft hier völlig anders ab und ist für den Zuschauer auch erst am Ende ganz aufgeklärt. Bis dahin erlebt man einige sehr überraschende Wendungen, aber die Spannung des Erstlings erreicht man dabei nur selten, obwohl die Todesarten im Gegenzug hier noch kreativer und blutiger ausfallen. Zudem streut man hier noch pechschwarzen Humor ein, welcher sich durch Onliner, den Zahnarztbesuch, oder vor allem den derben Endgag auszeichnet.
Die Kulissen lassen etwas zu wünschen übrig, doch die nötige Bedrohlichkeit wird erreicht. Die Untermalung ist richtig stimmig und sehr abwechslungsreich. Woran man als Filmfan noch meckern kann ist die zu kurze Laufzeit, der Film ist mit seinen 85 Minuten einfach zu kurz und viel zu schnell vorbei. Das Finale ist im Gegensatz zu restlichen Film zu schwach geworden.
Dafür könnte der Unfall zu Beginn und die verschiedenen Todesarten nicht besser inszeniert sein. Dazu drückt man den Gorepegel gewaltig nach oben und den Bodycount dazu. Sehr explizit bekommt man zu sehen, wie Menschen zerquetscht, zerteilt, aufgespießt, oder auseinandergerissen werden. Die einzelnen Verkettungen, welche zu den blutigen Morden führt, sind sehr hübsch ausgefeilt. Nur das Finale im Krankenhaus könnte packender sein.
Die Darsteller sind auf gewohnt gutem Niveau. AJ Cook verkörpert die sehende Kimberly sehr überzeugend, aber Ali Larter bleibt durch den ersten Teil besser in Erinnerung. Etwas schade, dass sie hier auch dran glauben muss. Tony Todd hat wieder einen humorvollen Kurzauftritt.
Fazit:
Steht dem Original in nichts nach. Die Story wird klug weitergeführt, rasant und mit viel schwarzem Humor erzählt, doch das Ganze könnte noch spannender sein. Dafür sind die Morde sehr blutig, zudem gut ausgefeilt. Die Darsteller überzeugen mit einem guten Schauspiel.
Wer den Erstling mochte, wird auch hier seine helle Freude daran haben.