Tatütata... der Sensenmann ist wieder da!
Da "Final Destination" ein großer Erfolg war, musste eine Fortsetzung her. Diese erschien dann auch 2003, dem sogenannten "Jahr der Fortsetzungen" (T3, Bad Boys 2, Matrix Reloaded, Tomb Raider 2, Jeepers Creepers 2 usw...). Dabei ist diese Fortsetzung sogar noch um einige Längen besser als das Original.
Gemeinsam mit sechs weiteren Menschen überleben die junge Kimberly (A.J. Cook) und ein Cop (Michael Landes) knapp einen katastrophalen Autobahn-Unfall. Nur durch die Vorahnungen von Kimberly konnten sie dem grausamen Ende entgehen. Doch die Rechnung haben die acht Menschen ohne den Tod gemacht und werden einer nach dem anderen ins Jenseits befördert. Von Claire Rivers (Ali Larter), der einzigen Überlebenden der ersten Sensenmann-Attacke, erhoffen sich Kimberly und die anderen nun Hilfe...
Hier spielt Michael Landes (Special Unit 2) mal in einer größeren Kino-Produktion mit und spielt seine Rolle nicht mal schlecht. A.J. Cook ist zwar hübsch anzusehen und auch sie spielt nicht übel, aber ein wirklich richtiger Ersatz für Devon Sawa ist sie nicht. Immerhin kann da Ali Larter (Jay und Silent Bob schlagen zurück) einiges wieder retten. Auch Candyman Tony Todd (The Rock) hat wieder einen Kurzauftritt und darf mysteriöse Sprüche klopfen.
Ansonsten befinden sich unter den Opfern größtenteils Typen, die es auch nicht besser verdient haben. Zum einen haben wir da eine dauerrauchende Karriere-Tusse, der prompt der Schädel durchbohrt wird. Dann ist da noch der Quoten-Kiffer, der von einem herumfliegenden Stück Stacheldrahtzaun zerstückelt wird. Hinzu gesellt sich ein nahezu strohdummer Bengel, der von einer herunterfallenden Glasscheibe geplättet wird. Seine Mami wird kurz darauf von einem Fahrstuhl einen Kopf kürzer gemacht. Den Anfang der Opfer-Reihe macht aber ein machohafter Glückspilz, dessen Schädel ebenfalls durchbohrt wird. Zum Schluss darf natürlich wieder einmal der Quoten-Neger nicht fehlen, der dann auch gleich klischeehaft dumme Sprüche reißen und mit einer Knarre rumfuchteln darf, ehe er samt Ali Larter geröstet wird. Diese ganzen Todes-Szenarien sind wahrlich schön anzusehen und machen noch mehr Spaß als die im ersten Teil, obwohl der Todesbus und die Enthauptung von Sean William Scott auch nicht übel waren. Mich hat es schon gewundert, warum der Film keine Freigabe ab 18 bekommen hat, wo doch unsere Ordnungshüter ansonsten so pingelig sind und jede brutalere Szene zu Gunsten einer niedrigeren Alterfreigabe kürzen. Doch hier schien die FSK ihren gewaltszenenfreundlichen Tag gehabt zu haben.
Zwar weiß man hier schon gleich von Anfang an, dass der Sensenmann bei den Todesfällen am Drücker ist, doch das tut der Spannung keinen Abbruch. Freilich ist der Sensenmann ein talentierterer Killer als alle Jasons, Freddys, Michaels und sonstige Masken-Mörder zusammen. Führten Jason und Co. in ihren Filmen den Plan des Todes nur aus, so nimmt hier der Sensenmann die Zügel selber in die Hand. Und wie schon gesagt, es macht wieder einmal Freude, ihm dabei zuzusehen.
Ob ein dritter Teil auch so gut sein wird, das steht noch in den Sternen.