Review

π ≈ 3,141 592 653 589 793 238 462 643 383 279 502 884 197 169 399 375 105 820 974 944 592 307 816 406 286 208 998 628 034 825 342 117 067 9 => absolutes Kopfzerbrechen!!

Was allerdings Max (Sean Gullette) in dem gleichnahmigen Film von Darren Aronofsky für Gleichungen und mathematische Theorien anhand seines eigen gebauten Computers "Euklid" herausbekommen will, ist für ein "normal" funktionierendes Hirn einfach nicht zu fassen.

"Pi" dreht sich die ca. 80 min. nur um mathematische Gleichungen, um das Chaos, das Mathematiker seit Urzeiten in Formeln und geometrische Figuren bringen wollen, damit sie die Welt und das Schicksaal erklären können.

Allerdings zeigt "Pi", dass Genie und Wahnsinn eng bei
einander liegen. Aronofsky stellt gekonnt dar, was Bessesenheit aus Menschen macht. Man kann die Genialität von Max spüren, aber man sieht auch anhand von seinem Mentor, dass man durch zu große Bessenheit nicht unbedingt glücklich wird.

Gefällig ist auch der Schluß. Er verleiht Max die nötige Menschlichkeit, die eine schöne Abrundung des gesamten Experiments ist. Max wird "normal", er wird zum Menschen, er kann sich an Dingen erfreuen, die alltäglich sind. Er hat keine Stimmen, keine Zahlen und auch keine Träume mehr im Kopf, die ihn wahnsinnig machen, dass er nur noch unter Medikamenteneinfluß einiger Maßen klar denken kann.

Darren Aronofsky ist ein Schwarz/Weiß-Film gelungen, der zwar nicht für Massen taugt, da er ein sehr spezieller Geschmack ist, der aber einen über die Welt nachdenken läßt, über die Zufälle...oder sind es gar keine? Die Zahl Pi fasziniert eben schon seit Jahrhunderten die Menschheit...

Absolutes anspruchsvolles Independent-Kino!

9/10 Punkte

Details
Ähnliche Filme