Review

Wow, beeindruckend.
Wenn ich mal kurz davon ausgehen kann, daß die, die sich dieses Review durchlesen wenigstens ungefähr eine Ahnung über den Inhalt dieses Films haben, erspar ich mir eine Inhaltsangabe und gehe gleich zum spannenden Teil über und erzähle euch, was ich von diesen Film halte.
Bild: Schwarzweiß ist natürlich nicht immer alt und schon garnicht immer Kult. Doch hier mußte es wahrscheinlich sein, denn wenn ich mir Bilder mal kurz in Farbe vorstelle, wird aus der erdrückenden Atmosphäre eher tromaähnlicher Trash. Teilweise beabsichtigt unscharf und mit schnell wechselnden Mustern und Graphiken, die uns alle noch irgendwie aus dem Mathematikhefter bekannt sind helfen, den psychischen Verfall des Protagonisten darzustellen und der Zuschauer kann den Wahnsinn "genießen".
Story: Eine sich entfaltende Verschwörungstheorie wird aus der Perspektive eines vereinsamten Genies erzählt. Die Handlungsstränge sind nicht wirklich überraschend und das Ende kann man auch irgendwie erahnen (zumindest in welche Richtung es führt) aber die Erzählweise sorgt irgendwie dafür, daß die Spannung trotz Plothänger erhalten bleibt. Allerdings kann sie auch dazu beitragen, daß man sich schnell genervt fühlt, wenn Bilder und Off-Sätze ständig wiederholt werden. Das hängt wohl von der Stimmung des Zuschauers ab und schiebt den ganzen Film zu einer Gattung, die mir eigentlich nicht gefällt: Filme, die man nicht zu jeder Tageszeit schauen kann, wobei auch noch erst einmal die richtige Stimmung aufkommen muss. Nichtsdestotrotz beeindruckt die Kompromisslosigkeit des erwähnten Stils.
Ich gehe jetzt auch enfach mal davon aus, daß ich diesen Film verstanden habe und gebe 6/10 Punkte.

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