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Auf der technischen Seite verbindet Pi gekonnt den visuellen Stil und die Mischung zwischen Traum und Realität von Lynch's Klassiker Eraserhead mit den schnellen Schnitten, dem elektronischen Soundtrack und der technologischen Thematik von Matrix und anderen Cyberpunk-Filmen. Auch die schauspielerische Leistung von Sean Gullette konnte mich überzeugen. Die Story eines an Kopfschmerzattacken leidenden Zahlentheoretikers, der mit nur wenigen sozialen Kontakten die meiste Zeit seines Lebens mit der Suche nach Mustern in der Börse und einer Art Weltformel ist, fand ich sehr spannend und gut umgesetzt. Die Storyentwicklung im letzten Drittel und vor allem die Auflösung empfand ich dann doch etwas unbefriedigend, aber insgesamt ein interessanter und sehenswerter Film. 7/10
9
Das ist der mit Abstand paranoideste Film, den ich je gesehen habe, Weit weit weg vom Mainstream, fängt mit enormen Tempo an und steigert dies weiter und weiter. Oft wird eine Handkamera benutzt, die sehr verwackelt ist und sehr beklemmend wirkt.Die S/W Optik und der permanente Drum&Bass Sound haben mich süchtig gemacht, habe den Film zwei Tage hintereinander geliehen. Einmal reicht mir für gewöhnlich, der hier wird aber noch gekauft ! Für jeden Verschwoerungstheoretiker, Mystiker, Kabalistiker oder Freund von David Lynch (speziel Eraserhead) zu empfehlen, auch sonst für Jeden, der nicht auf Hochglanzoptik oder vorgekaute Stories steht. Den verworren ist das ganze natürlich auch noch, so wie es sich für diese Art Film ohnehin empfiehlt. Wahnsinn ! 9/10 Paranoiapunkten.
3
Es war schon längere Zeit her als ich "Pi" gesehen habe und ich fand, dass der Film total überbewertet ist. Obwohl die Story sehr interessant ist, ist der Film überaus unspektakulär in Szene gesetzt worden und die Geschichte schreitet viel zu langsam voran. "Pi" ist zwar ein sehr experimenteller Film und es ist bewundernswert, dass sich junge Regiesseure sich noch an solche Experimente wagen, aber das Ergebnis fesselt einfach nicht. Für eine genaue Punkt-Bewertung habe ich den Film schon zu lange nicht mehr gesehen.
8
Es geht hier um einen Mann, der hinter der Zahl Pi die Weltformel sieht und deshalb von Börsenmaklern und einer jüdischen Sekte verfolgt wird... Eine originelle Story, phantastische Bilder und eine, wie ich finde, exzellente und innovative Kameraführung zeichnen diesen Film aus. Darren Aronofsky ist mit diesem Film ein wahres Meisterwerk der Low-Budget-Produktionen abgeliefert. Kein Wunder also, daß er für den nächsten Batman engagiert wurde (Joel Schumacher hätte wirklich noch alles kaputt gemacht). Übrigens ist der Soundtrack auch sehr, sehr geil!