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Dabei hatte es doch alles so vielversprechend angefangen. Die Pretitle-Sequenz und der Vorspann versprachen ein ordentliches Stück Genre-Film, dem man vergleichsweise wenig sein Low Budget (ca. 16000 Pfund standen zur Produktion bereit) Dasein ansah. Auch die Story ließ auf eine solide Grundlage für einen ordentlichen B-Film hoffen.

Doch sehr schnell sollten alle Hoffnungen brutal zunichte gemacht werden. Es gibt kaum einen Bereich des Films, der nicht in einem Desaster endete.

Spätestens als Lilith den Mund aufmachte (egal ob nun in der Synchro oder in der mindestens so schlechten Originalfassung), war sämtlicher Effekt von ihrer eh schon stark angeschlagenen Ausstrahlung dahin. Die Schauspieler waren zum größten Teil derartig schlecht, daß einem die Worte fehlten. Die - eh schon absolut grottigen Texte - wurden dann endgültig durch die Ausdrucksweise der Darsteller zu Grabe getragen. Ich bin fassungslos darüber, daß der Autor angeblich ein Jahr und 12 Entwürfe für dieses Geschmiere brauchte ...

Schien am Anfang die Optik sich noch zu einem Lichtblick des Films zu entwickeln, so war auch hier bald klar, daß man sämtliche Hoffnungen fahren lassen konnte. Der nette Effekt mit dem roten Blut in den ansonsten in schwarz-weiß-gehaltenen Rückblenden hat sich ob des exzessiven Einsatzes sehr schnell abgenutzt, Kameraeinstellungen wirkten oft billig (und führte nicht zuletzt deswegen zu einem Videolook, obgleich auf Film gedreht), die Gesamtgestaltung paßte hinten und vorne nicht zusammen (visuelle Konzeption des Angriffs auf das Landhaus beispielsweise).

Darüber hinaus gab es unzählige Längen, schlechte szenische Auflösungen und andere Patzer, die man vielleicht absoluten Filmnovizen durchgehen lassen könnte, aber der Autor/Regisseur/Cutter in Personalunion war vor diesem Film seit 5 Jahren als Cutter tätig - da sind solche Fehler einfach unverzeihlich.

1/10

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