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Das junge Mädchen Barbara Hutton erbt, weil ihre Mutter Selbstmord begeht, im Alter von sieben Jahren über 50 Millionen US-Dollar. Die Enkelin von Kaufhausmogul Frank W. Woolworth, die praktisch alleine aufwächst, weil ihr Vater sich nicht sonderlich für sie interessiert, zerbricht beinahe an dieser großen Last und sucht ihren Trost bei Männern - sie war sieben Mal verheiratet - und im Alkohol und lebt gleichzeitig ein Leben voller Glamour und rauschender Feste.

Die Geschichte der Barbara Hutton ist eine Biographie Mini Serie mit über 4,5 Stunden Laufzeit, da macht es schon Sinn das ganze in sechs verbraucherfreundliche Episoden zu je 45 Minuten aufzuteilen. Aber ganz ehrlich, in einem Stück ist das Bio Pic auch kaum zu ertragen, dazu spielt sich das Ganze einfach zu brav und bieder, fast schon so wie die allabendlichen Serien im Endlosformat.
Wir steigen ein in der Kindheit, wo schon die zukünftigen Meilensteine für das weitere Leben gesteckt werden. Da hat ein Kind schon mal ordentlich Kohle, dafür aber keine richtigen Freunde und diejenigen die da sind, wollen sich bloß bereichern, was ein weiteres Merkmal für folgende Dinge darstellt. Auch die ablehnende Haltung ihres Vaters wird sich später bei ihrem eigenen Sohn stark wiederspiegeln. Zum 21. Geburtstag gibt's dann den großen Bonanza, nämlich das dicke Woolworth Erbe (50 Mio waren damals eine Menge Holz) und gleichzeitig den Anfang des Untergangs.
Ab hier wiederholen sich eigentlich die Ereignisse. Der Zuschauer darf von Ehemann eins bis sieben episodenhaft die weiteren Geschehnisse verfolgen. Tragisch, da hat man schonmal Geld wie Heu , kann sich jedoch kein Glück kaufen. So folgen dann die beinahe prädestinieren Stufen nach unten mit Selbstmordversuchen, Drogenabhängigkeit und vielen Lovern, die aber auch keinen Trost spenden können. Dann wird noch schnell Udo Jürgens widersprochen, denn mit 66 Jahren fängt das Leben nicht an, sondern es endet krank und verarmt.
Loben darf man dabei das reife Spiel von Farrah Fawcett, die allerdings gerne etwas mehr Sympathie in ihre Figur hätte einfließen lassen können. Auch die Sets und Kostüme sind absolut erste Wahl für eine einfache Fernsehproduktion. Die Krux ist halt einfach, das die Serie viel zu lange dauert, zu wenig Abwechslung bietet und spätestens beim dritten Ehemann hat man längst kapiert, das die Nummer nicht gut ausgeht und nur selbstzerstörerisch enden kann. Sorry, aber für die aufgewendete Lebenszeit bekommt man einfach zu wenig Value for Money.
3/10

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