Review
von Leimbacher-Mario
Rache hat gut Durst
„Extreme Rage“ aus der ersten (und letzten richtigen) Hypewelle um „Actionstar“ Vin Diesel erzählt von einem beinharten Cop einer Spezialeinheit voller ehemaliger „Straßenjungs“, die nach Jahren endlich den mächtigsten mexikanischen Drogenboss dingfest machen können. Auf amerikanischem Boden und ohne zurück. Doch das lässt dieser natürlich nicht auf sich sitzen und ein kleiner Privatkrieg mit tödlichen Folgen bricht aus…
Mit leichten „Bad Boys“- sowie älteren Videothekenvibes trumpft dieser recht ernste Revenger auf. Mafiabosse, schwere Jungs, ermordete Ehefrauen, harte Shootouts. Alles auf Rache. Gefangene werden keine gemacht. Das drangeklatschte Ende macht dummerweise kaum Sinn. Aber dafür hat Diesel viel mehr Energie und Ausdruck als heutzutage. Das mag wenig heißen, aber für die Spuren von Seagal und JCVD reicht es. Haare waren noch mehr da, Leidenschaft auch. „Extreme Rage“ ist eine Art raueres Gegenstück zu „XxX“. Und da war der erste ja auch schon recht grimmig. Zumindest in Hinsicht auf seine comichafteren Nachfolger. Handgemacht und haudrauf.
Fazit: stabiler, bodenständiger Actioner der frühen 00er-Schule - als man Vin Diesel fast noch gutheißen und gut gucken konnte!