Review

Als eines Tages der polizeiliche
Ermittler Malloy bei der zweifachen Mutter Ellen vor der Tür steht und
sich nach deren Ehemann, dem Philosophieprofessor Evan erkundigt staunt
diese nicht schlecht. Eine junge Studentin ist verschwunden, - und wurde
zuletzt nicht unweit von seinem Wagen gesehen. Natürlich weist Evan
alle Vorwürfe empört weit von sich, aber seine früheren wilden
Bettgeschichten, die ihn und seine Frau einst zum Umzug zwangen,
bekommen nun wieder neue Nahrung. Dazu kommen, wie er es nennt,"
zahlreichen Erinnerungslücken" die ihn immer wieder verdächtig scheinen
lassen...

Mit Guy Pearce als verdächtigem Philosophieprofessor und
Pierce Brosnan als Ermittler ist der Film erstklassig besetzt und auch
gespielt. Dazu kommt noch Minnie Driver, die den Part von Pearce
zweifelnder Ehefrau innehat. Und man kennt ja den Spruch : Guter Wein
aus alten Schläuchen, - oder so ähnlich.

Dies trifft für mich
insbesondere auf Pierce Brosnan zu. Er mag als Schauspieler vielleicht
nicht unbedingt ein Laurence Olivier sein, - wobei das keine
Herabwürdigung sein soll. Aber was ich an ihm so toll finde ist, der
Mann kennt seine Grenzen ! Er muss nicht mehr den Action Hampelmann
machen, wie manch andere das noch machen die 10 Jahre oder mehr älter
sind als er. Zu seinen Filmen mag man stehen wie man will, aber seit er
den Bond nicht mehr spielt sind seine Rollen auch besser und
glaubwürdiger, mit mehr Bodenhaftung. Hier spielt er seinen Ermittler
sehr ruhig und ebenfalls sehr glaubwürdig, fügt sich gut ins
Gesamtkonzept des Films ein. Guy Pearce‘ s Figur als Familienvater und
Professor, sowie gleichzeitig Verdächtiger ist vielschichtig und auch
sehr intetressant. Für Fans reiner Action Filme ist der Griff zu diesem
Film wohl eher einer ins Klo. „The Spinning Man" ist tolles
Schauspielkino mit guten Schauspielern und durchaus empfehlenswert.

Details
Ähnliche Filme