Diese Version von „Frau Holle“ist so ziemlich das Liebloseste,was man aus dem Stoff machen konnte und für eine Defa-Märchenverfilmung ein echtes Armutszeugnis.
Eine Witwe hat eine faule Tochter,die nur im Bett liegt und rumzickt und eine Stieftochter Marie,die die ganze Maloche erledigen muß.Eines Tages fällt Maries Spindel in den Brunnen,sie jumpt hinterher und landet – nachdem sie Brot und Äpfel vorm Schlechtwerden gerettet hat – bei Frau Holle,die ihr zeigt,wie man Betten schüttelt,damit es auf der Erde schneit.Maries Fleiß wird mit einem Goldregen belohnt und kaum wieder daheim,versucht die Faule das gleiche Spiel…
Was einem sofort unangenehm auffällt,sind die billigen Requisiten und die Ausstattung eines Theaters,das offenbar aus Geldnot schließen musste.Nicht nur billige Pappbauten wie Bäume oder der besagte Brunnen ergeben ein spartanisches Bild,sondern noch mehr die Frechheit,den Hintergrund teilweise nur schwarz oder weiß zu halten.Selten so was lieblos dahin Geklatschtes gesehen.
Zu allem Überfluss gibt es auch noch ein paar dumme Lieder mit doofen Texten zu hören,die von einem Kinderchor vorgetragen werden,bei dem jeder Einzelne mit seiner Stimme Glas zum Zerbrechen bringen könnte.
„Frau Holle“ist ohnehin schon kein dramaturgisches Highlight der Grimm-Brothers,aber was hier an Dilettantismus und spröder Langeweile auf den Zuschauer losgelassen wird,ist schon fast eine Beleidigung für jeden Märchenfan
Erstaunlicherweise spielen zumindest ein paar echte Tiere mit,wie Pferde,Tauben und eine Katze.Für Letztere gibt es
3 von 10 Punkten