Wenn ein Film von drei verschiedenen Regisseuren, welche zuvor keine Erfahrung mit dieser Berufung hatten, gedreht wird, sinken Erwartungen naturgemäß rapide.
Doch "Savageland" trotzt allen Erwartungen und brilliert durch eine fesselnde, nervenaufreibende Story, welche sich zwar im Endeffekt einer abgenutzten Thematik bedient, doch diese auf unverbrauchte Weise effektiv neu belebt.
Die jungen Filmemacher spielen gekonnt mit den Urängsten der Menschen, wie etwa der Angst vor dem Unbekannten und dem Unkontrollierbaren, mit siegreichem Resultat. Auch am physischen Horror mangelt es nicht, selbst wenn man keine blutigen Exzesse erwarten darf, denn der Film kommt vollständig ohne aus. Darüber hinaus wird sich an einer Kritik auf die subjektive und schablonenhafte Arbeit der US-amerikanischen Judikative und die Behandlung von Immigranten durch die Gesellschaft versucht, welche durch Reflexion zwar nicht einseitig bleibt, aber dennoch weiter hätte ausgebaut werden dürfen.
Auch das Fehlen eines größeren Interpretationsfreiraumes fällt negativ ins Gewicht, da der Film dadurch gegen Ende doch ziemlich berechenbar wird. Trotzdem werden genug Fragen offen gelassen, damit sich auch nach dem Abspann noch genügend Denkmaterial finden lässt.