Review

Testosteron-Tollhaus

Was machen Männer, wenn sie zu viel Zeit haben?
Vielleicht ein paar Moneytoes ausgraben?

Da steht das Kriegsbeil schonmal deutlich im Raum,
diese Muckiraubauken haben vor ihren Mündern genug Schaum.

Böse gegen Gut war einmal im wilden Westen,
für sowas gehört Gerard Butler wirklich zu den Besten.

Die verschiedenen Stufen von Grau werden ausgeleuchtet,
sagt nicht, dieser Strassenhund hätte euch was anderes vorgeheuchelt.

Selbst ein 50 Cent ist nicht weiter schlimm,
hier mag man es laut, ohne großes Klimbim.

Den deutschen Titel und die Kürzungen hätte man sich sparen müssen,
warum kommen Studios immer zu solch dummen Schlüssen.

Lange lag in LA nicht mehr so viel Blei in der Luft,
ich hoffe es gibt für diese Steroidaffen eine Sammelgruft.

Wie "Heat", nur in blöd, das wär' was gemein,
denn eigentlich ist dieses Gangduell über weite Strecken recht fein.

Mehr Gerede als Getue, hier wird sich mächtig aufgeblasen,
es stimmt die Chemie zwischen junger Garde und alten Hasen.

Ein kurzweiliger Happen voll Testo und homoerotischen Vibes,
manchmal meint man sie schmecken zu können, die luftigen Spuren des Neids.

Manchmal braucht es einfach diesen sturen Vergleich der Schwänze,
die Jungs schicken gerne auf die Beerdigung des Anderen Kränze.

Spaß beiseite, das Ding geht nach vorne und sieht schnieke aus,
höchstens für Hardcore-Ingmar Bergman-Fans ist das ein Graus.

Das Sequel ist schon in der Pipeline und geladen bis unters Kinn,
sucht bitte nur nicht die Logik oder den Sinn.

Ein Grobian, dem man kaum böse sein kann,
wann war man im Kino das letzte Mal so klar ein Mann?

Fazit: maskulin, männlich, macho - und dennoch irgendwie richtig sympathisch und selbstbewusst. Heist-Kino mit Eiern. Ein Michael Männchen. 

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