Review

Explosive Konserve


U-Boot-Filme sind rar, gute noch rarer. In diesem Subgenre versucht sich nun „Hunter Killer“, ein simpler, stupider und gefühlt jetzt schon veralteter Gerard Butler-Actioner zwischen „Battleship“, „Lone Survivor“ und „The Hunt For Red October“. Es geht um einen neu zugeteilten U-Boot-Kapitän, der in arktischen Gewässern nahe Russland mit dem sowjetischen Feind aneinandergerät und gefühlt fix den aufkeimenden dritten Weltkrieg verhindern muss...

„Hunter Killer“ wollte ich wirklich mögen. U-Boot-Action sieht man gar nicht (mehr) allzu oft, ich bin Herr Butler gar soo negativ eingestellt wie manch ein anderer, die sonstige Besetzung (etwa mit Gary Oldman und Linda Cardellini) macht neugierig, das Budget war ordentlich, es gibt einige Fans und top Wertungen des Films und er lag mir im pristinen 4K vor. Aber all das half nichts. „Hunter Killer“ hat mir weder Spaß noch Spannung, weder frischen Wind noch nasse Höschen gebracht. Eher Ernüchterung und Langeweile. Butler ist noch einer der Lichtblicke - der Rest hat für mich nicht viel mit großem Kino oder einem brauchbaren Vertreter des Kriegsgenres zu tun. Da sind etwa „Greyhound“ und „Under Siege “ wesentlich unterhaltsamer und effektiver in ihrer jeweiligen Art. Selbst Emmerichs mäßiger „Midway“ hat mich ehrlich gedacht mehr abgeholt, beeindruckt und mitgenommen. „Hunter Killer“ ist für mich ein dürftige Platzpatrone, ein staubiger Blender, ein Wannabe-Thriller ohne jegliche Einbindung oder emotionaler Interaktion. Eine Enttäuschung. Rar an Sets, noch rarer an Ideen. 

Fazit: suboptimale U-Boot-Action. „Hunter Killer“ versucht es einigermaßen gut krachen zu lassen. Scheitert aber am massiv fehlenden Tiefgang, unfassbar veralteten Klischees, mageren Computereffekten und billigster Figurenzeichnung. Klassisches Männerkino zwischen Torpedos, Testosteron und Tumbheit. Ein typischer Butler, muss man fast sagen. Großspuriges und kleinhirniges Schiffeversenken. 

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