... der 70er Jahre beginnt ein Serienmörder in Polen sein Unwesen zu treiben: der Vampir von Zagłębie, wie man ihn alsbald nennt. Seine Opfer sind stets weiblich und wurden jeweils mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen. In einem Brief an die Polizei kündigt der Täter an, zum 30. Jubiläum der Volksrepublik Polen eine Frau für ein jedes Jahr ermordet zu haben.
Nachdem seine wesentlich erfahreneren Vorgänger schon keine Erfolge verbuchen konnten, setzt man 1972 schließlich den Milizianten Janusz Jasinski auf den Fall an, der schnell vermutet, dass man ihm damit einen Kuckuck ins Nest gesetzt habe. Über zwölf Tote gibt es längst zu beklagen, als Jasinski mit seinen Kollegen endlich auf einen Verdächtigen stößt: auf Wieslaw Kalicki, einen latent aggressiven, etwas ungepflegten Familienvater, der sich zur Zeit des letzten Mordes in der Nähe aufgehalten und laut Aussage seiner Frau - die auf die ausgesetzte Belohung spekuliert - in der Nacht des letzten Mordes ein Paar Schuhe verbrannt haben soll. Man nimmt Kalicki in Untersuchungshaft und findet in seiner Wohnung eine ledergepolsterte Eisenstange. Die Indizien sprechen klar gegen Kalicki, echte Beweise fehlen indes. Jasinski jedoch kann den Mann - darauf bedacht, den Fall schnell zu klären, zumal es Serienmörder in der Volksrepublik offiziell gar nicht geben dürfte und eines der Opfer die Nichte einer politischen Größe ist - mit freundlichen, eindringlichen Worten bald dazu bewegen, ein Geständnis abzulegen, um nicht zum Tode verurteilt, sondern für unzurechnungsfähig erklärt zu werden.
Für Jasinski läuft alles bestens: Mit Frau und Sohn zieht er in eine größere Wohnung, kurz darauf lacht er sich eine Geliebte an. Doch dann geht ein weiteres anonymes Schreiben bei der Polizei ein. Jasinski hält das geheim, doch als wenig später ein anderer Familienvater Frau und Kinder erschlägt und sich selbst mit Benzin übergießt und anzündet, kommen ihm Zweifel. Davon jedoch wollen die Vorgesetzten nichts wissen und auch Jasinski selbst will die Zweifel eigentlich eher verdrängen und gibt sich schnell mit einem modernen Farbfernseher zufrieden.
Dann jedoch wenden sich ein, zwei eingeweihte Mitarbeiter von ihm ab und auch seine Frau macht ihm bald Vorwürfe, bis es zum Bruch kommt. Unentschlossen und hilflos verfolgt Jasinski nun den Prozess, welcher - wie der Prolog schon zeigte - für Kalicki letztlich doch tödlich enden wird und den Jasinski selbst in Gang gesetzt hat - um zugleich alle persönlichen Vor- und Nachteile dieser Entwicklung zu erleiden...