Und wieder gibt es einen neuen Slasher in der Videothek zu bestaunen. Die Inhaltsangabe auf der Hülle lässt eines gleich klar werden: Das übliche Schema wird wieder gnadenlos abgeschlachtet und jedes Klischee ist vorhanden. Doch Gott sei Dank: Man kann sich auch irren.
School Killer ist der nächste Slasherbeitrag der nicht aus den USA zu uns herübergeschwappt ist, sondern aus Europa. Diesesmal ist Spanien das Land, wo die Teenies reihenweise einem brutalen Mörder zum Opfer fallen. Doch was die Spanier uns mit diesem Film bescheren, dürfte wohl, neben Final Destination 2, das Beste sein, was uns in letzter Zeit an Horror bezeigt wird.
Schon allein der Anfang gefällt. Ohne langes Vorgeplänkel geht es gleich in die Vollen. Ohne die Charaktere groß vorzustellen werden sie in ihr verderben geschickt. Ohne langatmige Stellen geht es 90 Minuten lang zur Sache. Ein Schock reiht sich an den nächsten. Eine unerwartete Wendung nach der anderen, verwirren den Zuschauer bis zum Schluss. Und selbst am Ende weiß man noch nicht, was man überhaupt glauben soll. Wann spielt die Geschichte überhaupt? Was ist damals wirklich passiert? Ist der Mörder von damals noch am Leben? Fragen über Fragen, auf die man die ganze Zeit eine Antwort will, diese aber, wenn überhaupt, erst nach mehrmaligen Anschauen klar wird.
Der knackige Score und die recht guten Darsteller schaffen es, überhaupt keine Langeweile aufkommen zu lassen. Und die Morde sind derartig brutal, blutig und tabulos in Szene gesetzt worden, dass es ein Wunder ist, das die FSK ihre ab 18-Freigabe überhaupt erteilt hat.
Einzig und allein die, teilweise, arg dämlichen Dialoge lassen den Film an einer höheren Note vorbeischrammen. Ob diese Dialoge im Drehbuch standen oder ob das Ganze, neben der grottigen dt. Synchro, zum Werk der dt. Übersetzter gehört, ist allerdings ungewiss.
Fazit: Spaniens gelungener Beitrag zur Teenie-Horror-Welle sticht viele amerikanische Genre-Kollegen aus und dürfte wohl jedem zusagen, der einen guten und verwirrenden Slasher zu schätzen weiß!
Wertung: 8/10 Punkte
P.S. Und wenn euch meine Review jetzt verwirrt haben sollte, dann schaut den Film, danach wist ihr, wovon ich spreche!;-)