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Sechs Jugendliche wollen eine große Fete in einem alten Schulhaus, der Monte Alto International School, feiern. Die Schule steht schon seit Jahren leer und damit hat man den perfekten Ort auserkoren. Doch schon nach kurzer Zeit merken sie, dass etwas nicht stimmen kann: Lichter gehen an, obwohl der Strom ausgefallen ist, es sind Personen zu sehen, welche unsere feiernden Teens gar nicht wahrnehmen. Als dann die erste Leiche auftaucht, wird den Jugendlichen klar, dass sich eine alte und grauenhafte Geschichte zu wiederholen scheint: Ein Mörder feiert heute wohl auch mit.

Wirklich gute Teenie Slasher sucht man außerhalb der Staaten meistens vergebens und auch dieser spanische Beitrag kommt nicht über den soliden Durchschnitt hinweg. Mit langen Vorreden hält sich Carlos Gil jedenfalls nicht auf. Der Film startet, es ist Nacht und vier zukünftige Paella-Pfannen-Wender stehen vor der stillgelegten Schule, die den kompletten Film als grusliges Gemäuer die Location bildet. Eine nächtliche Party steht auf dem Programm, doch Carlos, der so etwas wie den Anführer gibt, hat noch einen ganz anderen Hintergedanken.
Allerdings dauert es doch recht lange bis ein wenig Fahrt in den Streifen kommt. Vorher darf man sich noch ein wenig an Scream anlehnen und über andere Horrorfilme seine Sprüchlein machen ein wenig mit der HeadCam rumspielen und sich eher schwächere Dialoge um die Ohren hauen. Interessant wird es erst als Veteran Paul Naschy seinen Auftritt hat und als Untoter Wachmann from Hell sich prompt zuerst genau das Mädel holt, das ich eigentlich als Final Girl eingeschätzt hätte.
Allerdings hätte man deutlich mehr aus der Schule machen können. So ein verlassenes Haus ist ja per se unheimlich, nur hat man wohl vergessen einen Beleuchter zu engagieren, so das die Teens ständig fast nur im Halbdunklen zu sehen sind. Neben dem üblichen mystischen Brimborium um Carlos Vater gibt es dazu noch die Standard Poltergeist Nummern um selbstschließende Brunnendeckel, Licht im ersten stock und natürlich den Klassiker das nichtstartende Auto, der Härtegrad ist relativ zahm, also schlotternd wird sicher niemand nach Filmende vor der Glotze hocken.
So bleibt eben das solide Mittelmaß. Man kann sich School Killer schmerzfrei anschauen, aber einen Fanclub wird man anschließend eher nicht gründen.
6/10

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