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Die SEAL (Sea, Air, Land) Teams der US-Marine durchlaufen die härteste militärische Ausbildung der Welt. Hervorgegangen aus den "Underwater Demolition Teams" des Vietnam-Krieges übernehmen die SEALs hochbrisante Spezialaufträge zu Wasser und zu Land. Nur die besten Männer können bei dieser Truppe bestehen. Das Spezialkommendo "Deep Sea" stellt die Fähigkeiten von Captain Jeffries und seiner Einheit auf eine tödliche Probe. Mit allen Mitteln müssen sie verhindern, dass die russische Superbombe "Stormbringer" in die Hände einer fanatischen Terrorgruppe fällt. Sonst droht den Vereinigten Staaten von Amerika eine grauenvolle Katastrophe. Ihr Auftrag lautet: Stehlen Sie den "Stormbringer" - um jeden Preis!

Und wieder müssen die edlen Recken der SEALs den armen Rest der Welt vor terroristischer Bedrpohung retten, gibt ja auch erst hunderte Filme dieser Art. Wobei allerdings hier mal tatsächlich die USA bedroht wird, was das ungefragte Eindringen von GIs in ein souveränes Land nur halb so weltpolizistisch wirken läßt. Der Film startet dabei immerhin mit einer recht flotten Actionsequenz und beweist das der Namenszusatz Frogmen nicht umsonst gewählt wurde, wie man dem Film sowieso konstatieren muß das er sich redlich Mühe gibt, das Wirken der Seals einigermaßen realistisch wiederzugeben versucht. Es gibt mehrere Unterwassersequenzen, was Commando Deep Sea schonmal über die Masse der ähnlich gelagerten Actioner hebt. Ansonsten gibts business as usual, böse Terroristen klauen mächtige Rumsbumsbombe und wollen damit ein wenig die US Ostküste umdekorieren.
Der Film legt dabei insegsamt ein recht flottes Tempo vor, erfreulicherweise ohne störende Love Storys oder sonstigen dramaturgisch überflüssigen Melodramkrams. Es gehtr sogar so weit das man die einzelnen Seals schier nicht mehr unterscheiden kann, haben eh alle den gleichen Haarschnitt, die gleichen Klamotten und gleich wenig Dialoge. Immerhin müssen auch ein paar der guten Jungs dran glauben, ohne jetzt im Pathos zu versinken, ein wenig Trauer zwar, aber ohne den Flow des Streifens auszubremsen. Es kracht und explodiert auch zu viel, als das man Zeit hätte sich die einzelnen Nasen auswendig zu lernen, am besten zurücklehnen und einfach zugucken.
Als Negativum müssen mal wieder die Darsteller herhalten, die allesamt reichlich blaß und farblos daherkommen, jedenfalls nimmt keiner der Truppe die Gelegenheit wahr, sich irgendwie in den Vordergrund zu acten. Auch das gelegentlich schon mal eine Handgranate in eine Richtung geworfen wird, obwohl deutlich ersichtlich ist das weit und breit kein Feind zu sehen, kommt ein wenig seltsam rüber.
Insgesamt ist Commando Deep Sea jedoch ein solider B-Actionreißer, ohne große Innovationen aber auch ohne kopfpatschende Schwächen. Wer gerne Söldnerfilme sieht kann ruhig mal einen Blick riskieren.
6/10

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