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Ein typischer CSSR-Märchenfilm. Den habe ich vor Urzeiten als Kind geshen und einige Eindrücke haben sich mir ins junge Gehirn eingebrannt, was irgendwie für den Film spricht. Andererseits hatte ich ihn abenteurlicher und aufregender in Erinnerung. Auffällig ist für mich heute der (politisch?) belehrende Charakter dieser Märchenstunde. Da werden ganz deutlich sozialistische und antimaterialistische Ostblockwerte vermittelt: Hilfsbereitschaft, Treue, Unbestechlichkeit, aber vor allem Genügsamkeit. Der tapfere Schmied, der mit seiner überlegenen Klugheit schon selbstgefällig wirkt, handelt stets zum Wohle des Kollektivs, also seiner Wandergruppe. Ganz im Gegensatz zu seinen beschränkten Kameraden, die Habgier und Völlerei verkörpern. Fleiß wird belohnt, Faulheit nicht. Ansonsten: Die für Märchen so magische Zahl 3 kommt exzessiv vor. Und das "Oh weh!" Klagelied im Reich des Bösen ist ja drollig!

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