Review

Eine gelungene Komödie will gut durchdacht sein, weshalb vorliegendes Werk dann auch gleich fünf Autoren benötigte. Dabei bildet der Titel bereits eine überdeutliche Anspielung auf „Straight Outta Compton“, der sich mit dem Werdegang der Hip-Hop-Gruppe N.W.A beschäftigte. Dazu ein wenig Tierhorror und fertig ist ein heilloses Durcheinander, das in seiner unbeholfenen Form oftmals an die Gurken des Regieduos Friedberg/Seltzer („Disaster Movie“) erinnert.

Als eine Schlange in Compton, Kalifornien verendet, findet Nerd Vurkel ein Ei kurz vorm Schlüpfen. Mittels einer von ihm erfundenen Spezialbestrahlung wächst das Reptil binnen kurzer Zeit überdimensional und bricht aus. Nun ist es an den Rappern um Cam und Pinball, sich der Riesenschlange entgegenzustellen…

Wer reinen Tierhorror erwartet, dürfte rasch ernüchtert werden, obgleich der Einstieg eine direkte Anspielung auf „Snakes on a Plane“ ist, als die besagte Schlange ohrenscheinlich aus einem Flugzeug geworfen wird. Vielmehr geht es jedoch um die Rapper, die kurz vorm ersten Plattenvertrag stehen, einen korrupten Cop, der mit seinem neuen Kollegen „Training Day“ durchspielt und um allerlei Geschwafel im Ghetto-Style, was auf Dauer nicht lustig sondern nervig ist.

Überdies wirkt hier vieles gewollt und nicht gekonnt und fällt dem Drehbuch nichts mehr ein, geht es auch mal unter die Gürtellinie, während die Ansätze einer Parodie bereits bei unpointierten Klischees hängen bleiben.
Entsprechende Raps bleiben vergleichsweise harmlos und werden mit wenig Biss vorgetragen und auch von den Figuren taugt niemand als Sympathieträger, zumal das Overacting der größtenteils schwachen Mimen schlichtweg zu affig anmutet.

Die Schlange erscheint zunächst zweckmäßig gestaltet und bewegt sich recht galant durch die Szenerie, als diese jedoch immer größer wird und irgendwann ein Hochhaus umwickelt, offenbaren die CGI diverse Mankos. Demgegenüber ist der Flug eines Busses mit anschließender Bruchlandung noch einigermaßen tauglich inszeniert, wobei in Sachen Action keine große Ausbeute zu erwarten ist.

Auch spannungstechnisch wird nicht viel geliefert und so mäandert die Story über die heldenhaften Musiker über lange Zeit vor sich hin. Ein paar lustige Sequenzen (Unerwartete Wendung bei einem Überfall) sind zwar auszumachen, doch unterm Strich generiert der Stoff nicht mehr als eine Handvoll müder Schmunzler, während Tierhorrorfans mehr schlecht als recht bedient werden und die FSK16 trotz eines relativ hohen Bodycounts bereits Bände spricht.
3,5 von 10

Details
Ähnliche Filme