Surrealer Sonderling
„Devilman Crybaby“ erzählt von einer Welt, in der sich jahrtausendealte Dämonen in manche Menschen eingenistet haben - und nun liegt es an dem jungen Akira und seinem eleganten, unterkühlten Kindheitskumpel Ryo, sich dieser gefräßigen Übermacht gegenüberzustellen. Denn Akira wird selbst von einem der stärksten Teufel überhaupt bewohnt, der ihm massive Fähigkeiten und neue Beliebtheit verschafft, wobei sein reines Herz seine Menschlichkeit allerdings nie ganz entweichen lässt...
DEVILMAN
+ epische Geschichte
+ viele Überraschungen
+ echte WTF?!- und Schockmomente (auf „GoT“-Niveau!)
+ vielschichtige Figuren
+ Ultra-Violence!
+ sexy und sehr freizügig
+ dehnt Streaminggrenzen aus
+ die letzten drei Folgen lassen Münder offen stehen
+ interessante Männerfreundschaft
+ schwule Figuren
+ lässige Rapparts
+ surrealer Style
+ oft sehr hübscher, spezieller Look
+ mutig, geht All-In
+ unfassbare Action
+ pulsierender, faszinierender Score
+ auch ruhige Momente zum Innehalten
+ Bye Bye Plotrüstung
+ extrem emotional wenn man sich drauf einlässt
+ sehr gelungene, würdige, moderne Neuinterpretation
+ Insider und Easter Eggs von den vorangegangenen Versionen (Titeltrack!)
+ komprimiert und bingeable
+ hohes Tempo, sehr süchtig machend
+ Wendungen und Schwenkungen der Bösewichtsrollen sind einfach nur geil
+ Coming-of-Age-Anteile; fängt das Teenagersein stark ein
+ kranker Genremix
+ „Menschen sind die wahren Monster“
+ mal kein unbedingtes Happy End
+ größer werden Geschichten nicht
+ klare Horroranteile
+ strikt für Erwachsene
+ kraftvolle, wichtige Frauenfiguren
+ psychologisch und moralisch wertvoll
+ viel Stoff zum Nachdenken
+ fast biblische Größe
+ universell, zeitlos
+ wahrscheinlich ein Meisterwerk, das über die Jahre enorm an Ansehen und Fans gewinnen wird
+ weit, weit mehr als nur Geilheit und Gewalt
+ voller kluger Gegensätze und Metaphern
+ unendliches Kultpotenzial
CRYBABY
— letztes Drittel überschlägt sich etwas, geht sehr forsch voran
— ein paar mehr Folgen und etwas Streckung hätte vielleicht gut getan
— nichts für Kinder, nichts für Zartbesaitete, nichts für Pussys
— manchmal etwas flacher, detailarmer Look
— epischen Fights können unübersichtlich werden
— Story wird sehr metaphorisch und schwer greifbar
— ein wenig offenes Ende kann unbefriedigend wirken
— „Crybaby“ wirkt etwas deplatziert bzw. nicht den Titel wert
Fazit: sündhaft und teuflisch! „Devilman Crybaby“ ist ein Hit, ein Ritt, ein Trip! Heiss, diabolisch, verflucht gut. Eine famose, heftige Neuauflage. Episch beschreibt es gerade mal ansatzweise. Atemberaubende Horizonterweiterung. Nicht dein üblicher Anime. Bravo Netflix! (9,5/10)