iHaveCNit: Str8 2 HC: Mandy (Erscheinungsdatum: 22.11.2018 / First Look: 2018)
Den glorreichen Abschluss meines Filmjahres im Heimkinosektor macht nun Panos Cosmatos Film „Mandy“, der hierzulande nur einen limitierten Release und auch beim Fantasy Filmfest hatte und anschließend dann im Heimkino veröffentlicht worden ist. Nicolas Cage ist aktuell ein zweischneidiges Schwert bei der Masse an Filmen für den Heimkinomarkt und da ist oftmals sehr viel Schund dabei. Doch hin und wieder gelangt ein richtig cooler Film ans Tageslicht. Und hier ist „Mandy“ auf jeden Fall einzuordnen.
Der Einzelgänger Red Miller lebt zurückgezogen mit seiner Lebensgefährtin und großer Liebe Mandy in den Shadow Mountains. Wir befinden uns im Jahre 1983. Hilflos muss er mit ansehen, wie der charismatische Jeremiah Sand, Sektenführer der „Children Of The New Dawn“ mit seinen Jüngern zusammen Mandy am lebendigen Leib verbrennt. Von Rache getrieben macht er sich mit einer selbst geschmiedeten Axt und einer Armbrust auf die Jagd nach Jeremiah.
„Mandy“ ist ein abgefahrener Trip. Eine Mischung aus Arthouse und Grindhouse, ein klassischer Rächer-Slasher mit einem abgefahren guten Nicolas Cage, der hier perfekt reinpasst. Der Look des Films ist großartig, insgesamt ist der Film ein audiovisuelles Fest. Sowohl die Bilder von Benjamin Loeb, die Farbgebung und Ausleuchtung als auch der großartige Score von Johan Johansson sind einfach richtig gut und machen den Film zu etwas besonderem. An blutiger Gewalt wird ebenso nicht gespart. Nur muss man sich bei all dem artifiziellen und sehr speziellen Look klar sein, dass der Film seine Zeit braucht, die eigentlich sehr dünne Rachestory in Gang zu bringen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Ob sich hier ein kommender Kultfilm anbahnt wird die Zeit zeigen müssen. Ein Genre-Geheimtipp ist er jedoch jetzt schon.
„Mandy“ - My First Look – 9/10 Punkte.