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Was für ein seltsamer und fahriger Film. Die ersten 10 Minuten sind absolut bizarr, psychedelisch, geheimnisvoll und wecken definitiv das Interesse des Zuschauers. Und wäre es konsequent so weiter gegangen, dann hätte das vielleicht ein früher Romero-Kultfilm werden können. Aber nein, hiernach lässt SEASON OF THE WITCH den Ball fallen, wird langatmig und bietet nur noch an ganz wenigen Stellen so etwas wie Suspense oder Unterhaltung. Die meiste Zeit über hocken da bloß ein paar gelangweilte spießbürgerliche Hausfrauen in der Abwesenheit ihrer Gatten rum und tratschen über die Möglichkeiten der Hexerei. Es vergeht jedoch eine halbe Ewigkeit, bis schließlich eine von ihnen Gebrauch von der Magie macht. Und selbst dann kommt nicht viel bei rum. Später im Film lässt sich u.a. noch kurz erahnen, wie es hätte aussehen können, wenn Romero in seiner Karriere mal einen Slasher inszeniert hätte.