Am Ende ihrer Zeit in Harvard und nach dem Erfolg ihres parodistischen Buches „Bored of the Rings“ überredet Douglas Kenney seinen Freund Henry Beard dazu, mit der Komik weiterzumachen. Amerika brauche Lacher und so tingeln sie von einem Verlagshaus zum anderen, bis sich tatsächlich jemand findet, der sie ihre Idee umsetzt lässt.
Der von David Wain inszenierte Film nimmt sich die Entstehungsgeschichte des US-amerikanischen Magazins „Lational Lampoon“ vor und fokussiert sich dabei noch auf das Leben des Mitbegründers Douglas Kenney. Da hat sich Wain einiges vorgenommen, vielleicht auch zu viel.
Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Josh Kemp arbeitet man sich also meist chronologisch an diversen Ereignissen ab, von den Anfängen in Harvard über den Erfolg des Magazins, Kenneys in unterschiedlichen Facetten scheiterndes Privatleben bis hin zu seinem Tod. Und aufgrund der Menge an Figuren und Ereignissen, die man hier in knapp hundert Minuten unterbringen will, bleibt „A Futile and Stupid Gesture“ letztlich auch recht oberflächlich.
Und beschert dennoch einiges an Spaß. Das liegt einerseits am Tempo. Denn auch wenn gegen Ende auch mal ernstere Töne angeschlagen werden und hier auf die Bremse getreten wird, so legt Wain immer schnell nach. Sei es mit Bildern, einer Episode oder einfach einem anvisierten Lacher. Letztere ergeben sich aus der Geschichte selbst, Redaktionssitzungen oder Montagen über die erschienenen Ausgaben (und wer wieder dagegen vorgeht) bieten einigen schwarzen Humor und Wortwitz. Kenneys gealtertes Ich, das selbst als (unzuverlässiger) Erzähler durch den Film führt, ist ein Bestandteil einer reflektierenden Ebene, die immer wieder auch mal die vierte Wand durchbricht.
Es kommen diverse bekannte Namen wie Bill Murray, John Belushi oder Chevy Chase hinzu. Alle gespielt von Leuten, die ihren realen Vorbildern nicht so vollends ähnlich sehen, worüber sich sich der alte Kenney auch mal auslässt. Ebenso über den jungen Kenney, gespielt von Will Forte, der als zentrale Figur einen ordentlichen Job macht.
Es ist somit das spielfreudige Ensemble, der auch mal abseitige Witz, das Tempo und natürlich auch die Einbindung der aus dem eigenen Hause stammenden Klassiker wie „Animal House“ (1978) und „Caddyshack“ (1980), die diese recht oberflächliche Biographie unterhaltsam machen. Sicherlich nicht eine präzise präsentierte Abfolge von Stationen oder eine tiefgehende Figurenzeichnung, aber man bekommt sehr gut ein Gefühl für das, was da abging. Und das zu transportieren gelingt „ A Futile and Stupid Gesture“.