Review

Die Menschheit der Zukunft leidet unter Energiemangel. Eine Raumstation Cloverfield arbeitet an einem Teilchenbeschleuniger, welcher die energetischen Probleme ein für alle mal lösen soll. Bisherige aufwendige Testreihen sind allerdings alle fehlgeschlagen. Nun steht ein neuer Testlauf an, die internationale Besatzung ist schon ziemlich angespannt...

Inhalt und Machart des Cloverfield Paradox erinnern stark an Event Horizon, ohne allerdings dessen geniale Atmosphäre/Dichte zu erreichen. Der Film baut einen Spannungsbogen auf, der im letzten Drittel allerdings stark nachlässt und mit einem - meiner Meinung nach - überhasteten Ende inkl. dämlichem Schlußgag Punkte verschenkt.

Gut gefallen haben mir die Idee von einer Art Paralleluniversum/-universen und den verzwickten Verbindungen zwischen jenem/jenen. Sehr gut, wenn auch nicht neu, ist die Idee einer internationalen, multiethnischen Besatzung (Kirk, Spock und Konsorten lassen grüßen). Der Gag mit dem selbständigen Arm hat etwas, und einen wahren Verräter, resp. Verräterin, nachdem man sich zuvor reichlich gegenseitig des Verrats beschuldigt hat, gibt es dann auch.

Überflüssig bis störend sind jedoch diverse "private" Einstreuungen, die mir wie billige Lückenfüller vorkommen und besonders inform der beim Krankenhaus geretteten Kleinen überhaupt keinen Bezug zur eigentlichen Handlung aufweisen.

Bildtechnisch einwandfrei sind die Tricks (Wasser gefriert augenblicklich, ausgekotzte Würmer, der erwähnte selbständige Arm) sowie die schauspielerischen Leistungen der Darsteller, hier sei besonders Gugu Mbatha-Raw als Ava Hamilton hervorgehoben, aber auch Daniel Brühl, der deutsche Techniker, macht seine Sache gut.
Vielleicht hätte man am Drehbuch-Ende noch ein wenig mehr feilen können, trotzdem ein weitgehend solide unterhaltender Film. 6 Punkte.

Details
Ähnliche Filme