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Sowas habe ich auch noch nicht gesehen: Die Eindringlinge aus der Zivilisation schauen hier teilweise grimmiger und wilder aus als die steinzeitlichen Kannibalen! Die Musik zu Beginn, Kraftwerks Song "Wir sind die Roboter" zu Bildern vom Dschungeldickicht, ist höchst unpassend. Und die an einem Bindfaden zappelnde Kobra, schwer zu sagen ob tot oder eine Attrappe aus Gummi, ist auch lachhaft. Auch sonst ist das kein Klassiker seiner Gattung, aber es ist alles drin enthalten, was so ein Machwerk üblicherweise auszeichnet, sogar wieder der fiese Tiersnuff (teils aus fremden Dokumaterial notdürftig eingefügt). Genau wie die italienischen Genrevertreter von damals ist auch das hier ein exploitatives und auf vordergründige Ekelmomente ausgerichtetes Pseudo-Urwaldabenteuer. Ich gebe aber zu: Das Treiben der Wilden ist hier besonders amüsant, weil sie gar so grob und befremdlich agieren.
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Eine Gruppe von Völkerkundlern dringt in tiefste Dschungelgebiet Indonesiens ein.....was folgt sind 90 (oder sogar noch mehr) Minuten Langeweile. Halbgare Indio Tanzeinlagen hier, ein paar Krokodile da und als 'Sahnehäubchen' ein paar Wilde die wohl die Kannibalen darstellen sollen. Was man bei "Cannibal Holocaust" und "Jungfrau unter Kannibalen" noch als Situationskomik erkennen und, für den geneigten Konsumenten, genießen konnte wird hier zu einem Brei aus schlechten Effekten und schauspielerischer Inkompetenz. Gut, "Steinzeitmenschen" zu sehen die zwar keine Sprache beherrschen, dafür aber Tops mit Spaghettiträgern anhaben und über Kenntnisse der Achselhaarrasur verfügen hat etwas für sich, kann diesem Streifen aber nicht mal einen Komödienhaften Touch geben. Fazit : Finger weg von diesem 'Kultvideo' 1 Punkt von 10