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Ferienhaus Invasion

Eine Mutter fährt mit ihren zwei kleinen Töchtern vor in ein Ferienhaus an einen idyllischen See zwischen Wald und Nirgendwo. Der Vater plant kurz darauf nachzukommen und die glückliche Familie will im Urlaub einfach mal so richtig entspannen. Doch da haben die Nichtsahnenden ihre Rechnung ohne den ansässigen Psychopathen und Killer mit Vorhees-Gedenk-Jutesack-Mütze gemacht...

„He's Out There“ ist ein klassischer Home Invasion-Happen, der nicht weniger aber auch nie mehr liefert, als man sich als Mindestmaß in diesem Subgenre erhofft. „The Strangers“ in bemüht. Backwoods trifft Terrordampfhammer. Hauptdarstellerin und Mutter Yvonne Strahovski tut ihr Bestes mit einer Klischeerolle, wird jedoch meist von den äußerst nervigen (aber nicht unrealistischen!) Kids und ihren Dauerschreien übertüncht. Das Szenario ist Stangenware, ein paar blutige Höhepunkt wecken einen kurz aus Sekundenschläfchen auf und im Grunde ist diese Slasherfingerübung das Pendant des Genres zu Fahrstuhlmusik: unbedeutend und für den Hintergrund. Tut keinem weh, hätte aber sicher auch niemand gebraucht. Selbst die Fans dieser Art von Terroreintagsfliegen nicht. Und das Ende musste wohl einfach so kommen, ist wohl als Hommage gedacht, wirkt aber nochmal aufgesetzter, erzwungener und billiger als alles was vorher kam. Und das war schon wenig aufregend. „He's Out There“ ist genauso grundlos wie sein Mörder. Und ließ mich mit den Achseln zucken anstatt Angst, Gänsehaut oder Spaß zu haben. Kein Armutszeugnis aber eine Einschlafhilfe. Wäre der aggressive Soundmix nicht so unerträglich und ungleichmäßig...

Fazit: okay, düster, hart, nihilistisch - aber im Endeffekt doch eindeutig zu wenig. „The Strangers“ in nervig, ideenlos und fast noch simpler. Einfach, kurzweilig, effektiv. Aber es reicht nicht. Tut mir leid. Höchstens für einen schnellen Snack und den berühmten hohlen Zahn. Slasher mit Minimalaufwand in allen Bereichen. Lückenbüßer. 

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