Review

Collage der Kleinigkeiten

Hommage und Huldigung, Hitchock und die Stadt des Hoch und Runter,
diese Aneinanderreihung von tausenden Ausschnitten ist mehr als clever und munter.

Hut ab vor „Vertigo“, eine Ode an San Francisco und die Welt des bewegten Bildes,
man merkt sofort, das ist ein exzellentes Experiment, und zwar ein wildes.

Über Muster und Veränderung, über Erwartungen und Rollen,
es macht Spaß in der Filmgeschichte derart spielerisch herumzutollen.

Die Bilder und Schnitte sind elegant, die Anordnung rasant,
da fühlt man sich oft wie ein überrollter Passant.

Manchmal steht man da etwas hilflos, ohne Punkte des Halts, überfordert,
dann hat man das Gefühl, dass diese Kolloquium teilweise überbordert.

Eher eine Melange aus Gefühlen und Emotionen, Ängsten und Entwicklung,
da folgt man liebend gerne so manch einem klassischen TV-Kommissar bei seiner Ermittlung.

„The Green Fog“ ist stylisch, kreativ, ein echter Kunstwerk ohne viele Worte,
als ob man Kirschen sammelt, hüpft von einer schönen zur nächsten Torte.

Da fallen Zusammenhänge schwer, wirkt es eher wie eine Übung für Studierende von Film und TV,
man kriegt sozusagen eine interessante Schulstunde für lau.

Ein Mysterium in grün, ein Labyrinth der Blicke,
das würde sicher auch Hitch gefallen, immerhin ist er der Ausgangspunkt für all dieses Schicke.

Mit knapp über 60 Minuten keine Sekunde zu lang,
braucht man jedoch gehörig Konzentration und Fachwissen für diesen bunten Gang.

Besonders gut gefiel mir der trockene Humor, mal intelligent meta und mal albern und naiv,
doch selbst dafür schadet es nicht, sitzt das Filmwissen tief.

Es ist eine versierte Collage, verspielt und sehr intuitiv,
es sind die Geister, die diese Stadt in der Filmbranche hinterließ.

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