Review

Da hat sich ein Schelm aber einen ganz marketingträchtigen Titel ausgedacht, um Fans einer bekannten Serie an seinen Zombiefilm heranzuführen. Das Crossover aus Western und Zombiestreifen stellt allerdings spätestens seit „Django vs. Zombies“ keine Innovation mehr dar, obgleich das Aufeinanderprallen zweier scheinbar völlig gegensätzlicher Genres viel Potential böte.

1876 in Crumpit, Arizona: Ein Verurteilter soll gehängt werden, da fleht er um ein Zeichen seiner Unschuld, woraufhin grelle Blitze zucken. Von da an mutieren Verstorbene zu Untoten, welche die Bewohner in den Saloon treiben. Marshall Wilcox (Paul Winters) und einige Verbündete gelangen in die Stadt, um den Überlebenden zu helfen…

Winters versucht sich als Hauptdarsteller, Erzähler, Co-Autor und Regisseur, was in allen Belangen komplett scheitert. Nur zwei Aspekte sind okay: Die Schauplätze in Arizona und der Score, der sich bis zuletzt um Stimmung bemüht, welche schlichtweg nicht aufkommen will.

Aufgrund der schwachen Ausstattung und der lieblosen Herangehensweise wirkt kaum etwas glaubhaft: Kleidung ist grundlegend zu sauber, Cowboys sehen viel zu gepflegt aus und sobald ein Hauch von Action erahnbar ist, wird diese durch völlig unglaubwürdige Aktionen zunichte gemacht. Etwa, als drei Straftäter auf Wilcox aus rund drei Metern Entfernung auf freier Fläche schießen und natürlich nicht treffen, während der „Kampf“ eines Indianers mit einem Stock gegen Zombies aussieht, als würde er gleichgeschlechtlichen Kontakt suchen.

Unterboten wird so etwas von Dummbatz-Dialogen, auf die kein rational denkender Mensch kommen kann, da nahezu jeder Satz von kindlicher Naivität geprägt ist und sich zudem einige Gespräche als reine Laufzeitstrecker entpuppen. Zwischenzeitlich herrscht im Saloon gar Stillleben, von Zombieangriffen fehlt jede Spur und man ist schon dankbar für den finalen Gang ins Freie, um mit einer ollen Draisine entkommen zu können.

Die Zombies agieren hier so lahm wie der komplette Streifen verläuft. Das Make-up wurde teils so lieblos draufgeklatscht, dass Latexfetzen deutlich als solche erkennbar sind, ein Untoter bellt aus unerfindlichen Gründen, während auf dem Friedhof ein Zombie aus dem soeben geöffneten Sarg steigt, der Rest bleibt aus reiner Faulheit liegen.
Die Gewalteinlagen sind indes kaum erwähnenswert. Neben angedeuteten Bissen sind zwar zahlreiche Kopfschüsse, größtenteils ohne CGI zu verzeichnen, doch explizite Grausamkeiten sind nicht auszumachen.

Fast müßig zu erwähnen, dass sämtliche Mimen unterdurchschnittlich performen, einige ruppig gesetzte Schnitte und eine unsichere Kamera das handwerklich niedrige Niveau unterstreichen und trotz der kurzen Laufzeit von 73 Minuten viele Durchhänger zu verzeichnen sind. Die ohnehin schon dünne Story wird ungelenk vorgetragen, mit einigen Peinlichkeiten angereichert, wodurch jegliche Form von Spannung und Atmosphäre im Keim erstickt wird.
2,5 von 10

Details
Ähnliche Filme