Horror. Ein mysteriöser Einzelgänger durchstreift die namibische Wüste, auf der Suche nach einsamen Menschen ohne halt. Diese tötet er in zeremonieller Weise auf grausame Art. Ein Schamane und ein Polizist kommen dem Täter auf die Spur. Doch der Täter ist nicht von dieser Welt. Ihr Gegner ist eine Gestalt, deren Nennung die Ureinwohner in Panik versetzt. Sie nennen ihn den Dust Devil.
Dust Devil schwelgt in mystischen, zuweilen hypnotischen Bilder, eine Stilistik, welche Richard Stanley schon bei seinem Erstling M.A.R.K. – Hardware angewandt hat. Leider stellt das vorliegende Werk, des auch Dokumentationen drehenden Stanley, seine bislang letzte Regiearbeit im Bereich des phantastischen Films dar. Sehr ungewöhnlich ist die trotz Sonne und Tageslicht sehr bedrückende Grundstimmung des Films, die beispielsweise den Fan der Werke Alejandro Jodorowskys sehr gefallen, beim Mainstream Publikum aber eher auf Ablehnung stossen wird. Hier regiert Symbolik pur, welche nur durch einige Actionsequenzen unterbrochen wird. Leider kann die atmosphärische Dichte, trotz aller Bemühungen, nicht den ganzen Film hindurch gehalten werden. Der Grund hierfür ist beim relativ schwachbrüstigen Drehbuch, welches ebenfalls von Richard Stanley stammt, zu suchen. Es passiert manchmal etwas zuwenig und dann kommt Langeweile auf. Zuviel sollte man sich halt doch nicht auf technische Spielereien verlassen. Schlecht ist „Dust Devil“ jedoch bei weitem nicht, da manche Sequenzen schlicht und einfach sensationell inszeniert sind. Ausserdem verfügt er über einen packenden Musik-Score von Simon Boswell (veredelte den Schnecken-Horrorfilm "Slugs" schon mit exquisiten Klängen), welcher etwas an die Western-Soundtracks Ennio Morricones erinnert. Bemerkung am Rande: „Dust Devil“ wurde von Harvey und Bob Weinstein (Kill Bill, Gangs of New York, Fahrenheit 9/11) co-produziert.
Score: 7
Härte: 6