6
Einer der wenigen Vertreter der asiatischen Geisterfilme, der in meinen Augen etwas taugt. Er ist erfreulicherweise konsequent unheimlich und ohne jegliche chinesische Slapstick-Auflockerung. Sämtliche Schauplätze umgibt eine geheimnisvolle Aura, von der Blutbank bis zur Irrenanstalt, was durch die kalten Farben des Blaufilters nur noch verstärkt wird. NEW BLOOD ist langsam, wird dabei aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Nur ein paar Dinge stören halt doch. Da wäre zum einem die offensichtliche Gummiglatze der krebskranken Frau, die zum Gespenst wird, bei der man genau sieht, wo die echte Haut endet und die künstliche Kappe beginnt. In den letzten 20 Minuten verliert der Film leider den Fokus und beschäftigt sich zu sehr mit schon vorher bestehenden Psychosen der lebenden Figuren, anstatt den Geisterplot zu einem sinnvollen Abschluss zu führen.
5
Ein junges Paar begeht Selbstmord. Er überlebt nach intensiver Behandlung im Krankenhaus, da sich drei freiwillige Blutspender gefunden haben, die die seltene Blutgruppe haben wie er. Der Geist der toten Freundin nimmt Rache an den Blutspendern. Das Ganze hört sich zwar recht spannend an, wird in einer derart abstrakt surrealen Art und Weise erzählt, dass es einem schwer fällt, beim Ansehen des Films bei der Stange zu bleiben. Film schauen muss Spass machen - hier nicht. Zugegeben, der Film ist super gefilmt, hat eine kalte, in blau gehaltene Szenerie und liefert großartige Bilder. Auch die Schockeffekte können sich sehen lassen. Es fliesst reichlich Blut. Der Leichenkeller im Krankenhaus ist schön gruselig ... Aber dem Film fehlt das gewisse Etwas an Spannung und flüssiger Filmhandlung. Offensichtlich verstehen Asiaten Horror etwas anders.