Nachdem einem jetzt die Vorgehensweise des Strike-Teams relativ bekannt sein dürfte, könnte man sich fragen, ob es überhaupt möglich ist, sich noch mehr aus dem Fenster zu lehnen.
Ja, es ist möglich.
„Polizeiarbeit in der Grauzone“ lautete jetzt anlässlich der Wiederaufnahme der Ausstrahlung (KABEL 1) die Schlagzeile in einer Tageszeitung. Kann man das denn noch Grauzone nennen?
Vic würde sagen: Ja.
Claudette würde entschieden verneinen.
Und Shane würde man an dieser Stelle gar nicht erst befragen.
Aber andere werden nun auf die Methoden des Strike-Teams aufmerksam.
Und darum dreht es sich unter anderem in der zweiten Staffel.Neben den ganzen privaten Problemen, welche die Detectives, Officers und Strike-Team-Mitglieder weiter mit sich rumschleppen, wird Claudette auf einmal ganz scharf darauf, Vic zu entlarven. Auch sein Privatleben steht weiter auf einem harten Prüfstand. Die getroffenen Absprachen zwischen Vic und David lassen ebenfalls starke Zweifel aufkommen und das Ermitteln der Dienstaufsicht stärkt nicht gerade das Vertrauen untereinander.
Und dann geistert auf einmal das Gerücht von einem Geldzug durch die Unterwelt – so viel Kohle, dass das Strike-Team ganz hellhörig wird. Da sind Schwierigkeiten wieder vorprogrammiert...
An dieser Stelle sei einmal kurz die Folge „Der Anfang“ erwähnt. Es handelt sich um einen klasse gemachten Rückblick auf die Entstehung des Reviers, des Strike-Teams usw. An diesem Punkt ergibt sich erstmals eine Situation, in der es notwendig (?) ist, nachzuhelfen.Da stehen sie dann alle im Kreis beisammen - Vic, Shane, Ronnie und Curtis – und Vic sagt zu den anderen:
„Hört zu, ich hasse das, aber ohne Abkürzung kommen wir nicht ans Ziel. ... Nur dieses eine Mal.“
In diesem Moment muss sich der Himmel über L.A. grau gefärbt haben. Dunkelgrau.