LOVE MASSACRE ist eines von Patrick Tams Frühwerken, welches schon die Klasse dieses Regissuers zu 100 % aufzeigt.
Charlie Chins Charakter lebt mit seiner Freundin in San Francisco. Deren beste Freundin wird gespielt von einer blutjungen Brigitte Lin. Als der psychische Knacks von Chins Freundin größer wird, ruft Lin den Bruder der Guten aus Hongkong zu Hilfe. Wohl auch aus Eigennutz, denn sie ist seit geraumer Zeit verliebt in ihn. Als dieser in den Staaten ankommt, spitzt sich die Lage zu und eines Tages nimmt sich Chins Freundin das Leben. Jetzt erst bemerken Lin und Chin, daß der Bruder weit weniger als eine Hilfe darstellte, denn auch er hat psychische Probleme, deretwegen er in Hongkong in Behandlung war und diese zu schnell abbrach. Jetzt ist er ganz auf Lins Charakter fixiert und alle anderen in deren Umgebung müssen sterben ...
Dieser Film könnte genauso von einem gewissen Herrn Argento gedreht worden sein. Es gibt einige wirklich grandiose Kameramomente und das Spiel der Farben mit knalligem Rot, intensivem Blau und einfach nur unschuldigem Weiß kennt keine Grenzen. Gerade die Farbei weiß wurde hier extrem eingesetzt, um das am Ende unausweichliche Massaker noch detaillierter und heftiger sicht- und erlebbar zu machen. Die Verwandlung des Bruders erfolgt in einer beängstigenden Art und Weise, einfach unglaublich.
Es ist schade, daß es bis heute keine Vernünftige DVD dieses kleinen aber feines HK-Slashers mit Giallo-Einflüssen gibt. Denn der sollte ganz sicher in keiner anständigen Sammlung fehlen.
Und zu guter Letzt: Brigitte Lin spielt so überaus genial, ich würde sagen, das ist eine ihrer besten Performances!
7,5/10