Review

iHaveCNit: Leave No Trace (2018)

Manchmal gehe ich bei meiner Suche nach Filmen auch mal diverse Toplisten durch und hier ist mir „Leave No Trace“ ins Auge gefallen. Der Film ist der neue Film von Debra Granik, die bereits mit „Winters Bone“ einen wundervollen, rohen und natürlichen Film geschaffen hat. Als Hauptdarsteller agieren hier zusammen Ben Foster und Thomasin McKenzie vor der Kamera. Neben dem aktuellen Actionkino durch „Predator: Upgrade“ und „Mile 22“ war dieser Film für mich in dieser Woche der Beste – vermutlich auch der Beste des Monats September und auch einer der besten Filme des Jahres.

Der traumatisierte Kriegsveteran Will hat sich nach dem Tod seiner Frau mit seiner Tochter Tom in einem abgelegenen Waldstück in Portland, Oregon niedergelassen um dort ein nahezu vollständig autarkes Leben zu führen. Bis nach einer kleinen Unachtsamkeit von Tom die Beiden von Behörden im Wald aufgespürt werden und sich der Resozialisierung widmen sollen. Während sich Tom Schritt für Schritt mit dieser Resozialisierung anfreundet, kommt Will mit dieser Situation nicht klar, was die Beziehung auf eine harte Probe stellt.

Vater-Tochter-Drama, Aussteiger-Geschichte, Resozialisierungsdrama und noch mehr bekommen wir hier geboten. Wir bekommen noch einen wundervollen Blick auf die menschliche Gemeinschaft von Trailerparks geboten, die hier als menschlicher Zufluchtsort mit lebendiger und hilfreicher Gesellschaft dargestellt wird. Ich mag Ben Foster sehr und hier ist er wieder sehr toll als verschlossener Charakter, dessen Trauma unter der Oberfläche zu jeder Zeit spürbar ist. Das Zusammenspiel mit Thomasin McKenzie ist großartig, die hier vollkommen aufspielt und eine sehr starke Performance abliefert. Die Chemie stimmt und die Gefühle sind still, richtig authentisch und zu keiner Zeit aufgesetzt. Darüber hinaus sind mir 2 kleine Sachen ins Auge gefallen, die noch eine gewisse Form der Symbolik dem Film geben. In der Resozialisierungsbehörde sind 2 Bilder im Hintergrund mit den Aufschriften „Integrity“ und „Challenge“ zu sehen – und es wird auch das Leben und die Bindung von Seepferdchen thematisiert, das auch seinen gewissen Wert in dem Film hat. Auch wenn der Titel im Übertragenen lauten kann, dass man keinen Eindruck hinterlassen soll – bei mir hat dieses feinfühlige Drama sicherlich einen sehr großen Eindruck hinterlassen.

„Leave No Trace“ - My First Look – 9/10 Punkte.

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