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Während sich in „Jurassic Park“, der im vorliegenden Film namentlich Erwähnung findet, allerlei prähistorisches Viehzeug tummelt, konzentrieren sich die Macher einzig auf den Pterodactylus, einen Flugsaurier. Anders als bei vergleichbaren Billigproduktionen von SyFy oder Asylum ist dieser über weite Strecken überzeugend in Szene gesetzt.

Die Landschaftsgärtner Jonas und Lars befinden sich am Freitagabend in ihrer Stammkneipe, als im Fernsehen vor Meteoriteneinschlägen um LA gewarnt wird. Barkeeperin Candice berichtet von Gesteinsfunden, die ihre Finder reich machten, woraufhin sich die zwei auf die Suche begeben und tatsächlich einen fremdartigen Steinbrocken finden. Doch daraufhin bricht die Hölle los, denn Flugsaurier heften sich an ihre Versen…

Der Mix aus Sci-Fi, Horror, Action und Komödie erweist sich für die Regiedebütanten Don Bitters und Geoff Reisner als eine zu anspruchsvolle Melange, um jedem Aspekt angemessen gerecht zu werden. Speziell der Humor fällt überwiegend flach aus, denn oftmals wird reine Tollpatschigkeit als Comedy abgetan, während dem einen oder anderen kleinen Schlagabtausch schlicht der Feinschliff fehlt. Immerhin gibt es ein paar skurrile Figuren wie einen Ex-Marine oder einen schmierigen Vermieter, während Barfrau Candice als reines Eye Candy fungiert und in einigen Belangen an die junge Jessica Alba erinnert.

Die Geschichte entfaltet sich als mittelprächtig, da das zwischenzeitlich flotte Tempo mit einiger solide inszenierter Action nicht dauerhaft gehalten werden kann. Besonders im Mittelteil offenbaren sich kleinere Längen, als es um Vorbereitungen für einen Gegenangriff geht und Beziehungsgedöns letztlich völlig den Schwung herausnimmt. Erst im letzten Drittel, als die Szenerie deutlich an „American Monster“ von 1982 erinnert, indem es im oberen Stockwerk eines Hochhauses zu finalen Konfrontationen kommt, ist wieder Spannung angesagt.

Die Bedrohung wurde derweil überraschend solide gestaltet. Bitters, der sich bereits einige Male für Spezialeffekte auszeichnete, offenbart durchaus Talent bei Massenszenen wie kreisenden Viechern oder bei Angriffen auf Fahrzeuge. In einigen Szenen sehen die Flugsaurier wie bewegliche Latexkonstruktionen aus, obgleich sämtliche Biester aus dem Rechner stammen sollen. Dies offenbart sich eher bei Nahaufnahmen der Köpfe, welche nicht so detailliert wie der Rest daherkommen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Gestaltung der Sets, denn brennende Hochhäuser und geplättete Autos können sich durchaus sehen lassen, allerdings fällt auf, dass sich in einer Stadt wie LA auffallend wenige Menschen bewegen.

Ansonsten harmonieren die Mimen sichtlich gut miteinander, obgleich einige dem Overacting verfallen und die Dialoge teils am Rande des Erträglichen sind. Der Score fällt zwar nicht weiter auf, dafür ist die Sounduntermalung durchweg gelungen, während Kamera und Schnitt solide abliefern.
Für Freunde preiswert abgedrehter Monsterfilmchen also ein arg durchwachsener Spaß, der zwischen enorm kurzweilig und merklichen Längen, sowie kleineren Nervfaktoren pendelt.
5,5 von 10

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