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Seit 2007 liebäugeln die Universal Studios mit einer Neuverfilmung von Hitchcocks „Die Vögel“, welcher in Sachen Tricktechnik auch heute noch überzeugt. Anno 1963 war man noch weit von CGI entfernt und musste sich mit zahlreichen Taschenspielertricks behelfen, - heute zaubern Fachleute mal eben zwei prähistorische Federviecher aus dem Rechner, was im vorliegenden Fall sogar einigermaßen gelungen ist.

Als ein Vogelkundler während einer Beobachtungstour verschwindet, begibt sich dessen Tochter Maddy mit vier Freunden auf die Suche. Via GPS landet die Gruppe auf einem abgeriegelten Gelände, auf dem der Forscher Harvey zwei seltene Vögel beheimatet, die nicht nur groß, sondern auch angriffslustig sind…

Regisseur Sean Cain begab sich mit „Jurassic Attack“ bereits in die Gefilde der Dinosaurier, hier lässt er zwei Exemplare der Phorusrhacidae auf die Leute los. Die Viecher waren auch als Terrorvögel bekannt, wurden bis zu drei Meter groß, waren flugunfähig, konnten jedoch bis zu 50 Kilometer pro Stunde fetzen. Cain hat die Biester überraschend gut in Szene gesetzt, die an Strauße erinnernde Laufbewegungen sind flüssig und einige Angriffe fallen durchaus blutig aus, denn immerhin kommt es zu drei Enthauptungen, offene Kehlen und weiteren Hackwunden.

Demgegenüber hebt sich die Story keinesfalls von ähnlich gelagerten Produktionen von SyFy oder Asylum ab. Die Figuren sind klischeebeladen und stereotyp und kommen in der Einführungsphase nicht sonderlich sympathisch rüber, während der Bösewicht zunehmend rücksichtloser reagiert und für den Erhalt der letzten Exemplare einer eigentlich ausgestorbenen Spezies natürlich jeden Kollateralschaden in Kauf nimmt.
Zugute kommt dem Treiben das ordentliche Tempo im letzten Drittel, als es auf dem Gelände hin und her, auf und ab, von Bäumen ins Labor, aufs Dach hin zum potenziellen Fluchfahrzeug geht.

Trotz einigermaßen flotter Erzählweise entfaltet sich der simple Plot als nur mäßig spannend, vieles ist grob vorhersehbar, während Humoreinschübe komplett außen vor bleiben.
Darstellerisch wird okay performt, der Score schießt mit seiner Überdramatisierung speziell im ersten Drittel übers Ziel hinaus, fängt sich jedoch im weiteren Verlauf.
„Terror Birds“ liefert Genrefreunden Durchschnittskost, für Nebenher passabel.
5,5 von 10

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