"Ghost Snatchers" aus dem meist nicht allzu vielversprechenden Genre der Horrorkomödie hätte mit seinen Produktionswerten ein ansprechendes Machwerk mit kruden Effekten à la Black Magic werden können, wenn man eine bessere Geschichte zugrundegelegt und nicht auf billigste humoristische Effekte gesetzt hätte. Der Film datiert aus der Anfangszeit von Joyce Godenzi, die ein Jahr später an der Seite von Sammo Hung in dem überbewerteten Kriegs-Action-Trash "Eastern Condors" für Aufsehen sorgte und Hung später heiratete. Lustigerweise hätte die Hauptfigur, ein pummeliger Möchtegern-Sicherheitsdienstler, der nichts auf die Reihe kriegt und von seinem seltsamerweise am laufenden Band Frauen verführenden (wofür dieser nicht gerade die Optik hat) Verwandten und Kumpel in dieses Berufsfeld eingeführt wird, auch gut von Hung gespielt werden können, der diese Rolle wohl überzeugender verkörpert hätte.
Zu den besseren humoristischen Einlagen gehört der parodistische Einsatz der Fanfare des Konkurrenzstudios Shaw Brothers in einer TV-Sequenz. Auch dass später ein Fernseher auf nackten Männerbeinen herumläuft, überzeugt eher durch die gute technische Umsetzung als die Idee an sich. Ohnehin können einige Spezialeffekte sich hier wirklich vorzeigen lassen. Eine Szene zu Beginn, in der die spätere Antagonistin von Armen, die aus den Wänden hervorbrechen, attackiert wird, erinnert an Polanskis "Ekel" oder den gerade einmal ein Jahr älteren "Day of the Dead" von Romero. An einer anderen Stelle kommt in einer Traumsequenz ein Fallbeil ins Bild, das jedoch nicht nur, wie zu erwarten, die träumende Person (vermeintlich) zerteilt, sondern gleich das ganze Zimmer. Nun kann man diese Ideen so lustig finden, dass sie ohnehin den Film insgesamt zur Komödie prädestinieren, aber die Situationskomik in den Nicht-Horror-Szenen könnte überwiegend jedem drittrangigen Klamaukfilm entstammen und die beiden männlichen Hauptdarsteller machen das Ganze nicht besser. Damit sich zusätzlich der chinesische Patriotismus angesprochen fühlt, ist der Chef der bösen Geister auch noch ein toter japanischer Offizier und Kriegsverbrecher.
Fazit: Hauptsächlich wegen einiger gelungener Spezialeffekte sehenswert.