Fortsetzungen von Top-Filmen sind in der Filmbranche eine absolute Regel, die jeder zu befolgen hat. Egal ob dabei nur Schnulli herauskommt und damit, teilweise, sogar das Original zerstört wird, es bringt viel Geld und wird gemacht. Und somit erhielt auch "der erschreckendste Film aller Zeiten" "Der Exorzist" im Jahre 1977 seine Fortsetzung. Doch was man hier geschaffen hat, dürfte man wohl als eine der schlechtesten Fortsetzungen aller Zeiten sein!
Schlimm, was Regisseur John Boorman aus dem Exorzisten gemacht hat. Ein wüstes, langweiliges, mit grauenhafter Musik unterlegtes Machwerk, in denen selbst die Top-Stars Max von Sydow und Richard Burton stümperhaft wirken.
Die Story setzt 4 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen an und erzählt die Geschichte von Regan weiter, die nun bereits 17 Jahre ist und immer noch von schrecklichen Visionen gequält wird. Nur eine Therapie kann helfen.
Die Geschichte hört sich auf den ersten Blick noch ganz passabel an, doch in Wirklichkeit ist sie wirr, total unlogisch, voller Fehler und am Rande der Dämlichkeit. Mit absoluten Krampf hat man versucht, die Ursache für die Besessenheit zu ergründen und erklärt sie mit dummdreisten Ideen und Lächerlichkeiten sonders gleichen. William Peter Blatty muss das Herz geblutet haben als er den Film sah. Eigentlich hätte er Boorman verklagen sollen, denn bei solch einer Schändung seines Werkes, hätte er glatt gewinnen können.
Wenn man es wirklich schafft, über die kotzige Story hinwegzuschauen, wird man sofort wieder ernüchtert. Denn auch die Umsetzung des Ganzen ist unheimlich fad! Die Special Effekts gehören zum billigsten seiner Klasse und können nur Kopfschütteln verbreiten. Die Schnitttechnik ist miserabel, da einfach alles wild zusammengeflickt wurde, ohne den nötigen Feinschliff anzusetzen. Da wird einem Charaktere schon einfach mal das Wort abgeschnitten, oder eine Szene schlagartig, ohne erkennbaren Grund, beendet, um die nächste Szene stümperhaft dranzutackern.
Dann noch die Musik, die eher an die Pornoszenen aus Caligula erinnert, als an den schönen wohligen Grusel-Soundtrack des Vorgängers. Und als letztes sind auch die Darstellerleistungen unter aller Kanone. Zwar können Blair, Burton und Sydow noch etwas überzeugen, wirken aber auch wesentlich blasser, als man es von ihnen erwarten darf.
Währen in dem ganzen Gewusel nicht doch ein paar kleine Spannungsmomente verborgen und wäre der, zwar stümperhafte, aber doch irgendwie ganz nette Showdown nicht (den man allerdings nur erlebt wenn man nicht schon längst selig schlummert), so würde das Ganze in der vollkommen Versenkung verschwinden.
Fazit: Unwürdiges, fades, totlangweiliges und absolut stümperhaft inszeniertes Sequel, eines der besten Filme aller Zeiten! Grauenhaft in jedem Punkt (im negativen Sinne), dürfte dieser Film als Schlaftablette gerade gut genug sein. Ab und zu (ganz) leichte Spannungsmomente können einen aber helfen, das solide Finale doch noch zu erreichen. Aber eigentlich rettet das dann auch nichts mehr!
Pfui Teufel!
Wertung: 3/10