iHaveCNit: Rampage (2018)
„Rampage“ ist eigentlich ein Videospiel aus den 80ern, in dem Menschen durch Genexperimente in Tiere (unter anderem Affen) verwandelt werden und so lange wie möglich Häuserblöcke in Schutt an Asche legen müssen, während sie vom Militär angegriffen werden. Ist für die Zeit damals vermutlich spielerisch komplex gewesen – heutzutage ist dieses Prinzip extrem dünn und oberflächlich. Nachdem Dwayne Johnson und Regisseur Brad Peyton bereits in der Katastrophenfilm-Zerstörungsorgie „San Andreas“ bereits zusammengearbeitet haben, ist nun eine Verfilmung von „Rampage“ das nächste Projekt der Beiden.
Davis Okoye ist Tierpfleger. Als er früher in Krisengebieten als Soldat unterwegs war, hat er den verwaisten Albino-Gorilla George gerettet und fortan aufgezogen. Als bei einer misslungen Forschungsmission im All ein paar Probenbehälter auf die Erde stürzen, kommt George mit der austretenden biochemischen Mischung in Berührung. Das lässt ihn unaufhörlich wachsen. Davis kommt bei seinen Nachforschungen über Georges Zustand einem perfiden Experiment eines großen illegalen Unternehmens auf die Spur, dass mit dieser Genmanipulation Geschäfte machen will. Und nebenbei ist nicht nur der Gorilla George mit dieser Mischung in Kontakt gekommen.
Kann die eigentlich dünne Vorlage für einen Film herhalten ? In meinen Augen schon, wenn man ein paar Abstriche macht. Hätte man sich an dem Konzept des Spiels abgearbeitet, wäre vermutlich Dwayne Johnson durch dieses Gemisch in einen Riesenaffen verwandelt worden. Das wäre zwar ein cooler, daraus resultierender Konflikt, aber hier hätte der Film garantiert nicht die volle Packung Dwayne Johnson liefern können. Und das hätte ihm nicht gut getan, denn ich war vom Film positiv überrascht, auch wenn hier zwar Häuserblöcke niedergerissen, aber keine Bäume ausgerissen werden. Der Film muss natürlich erst die ganze Handlung aufbauen, unabhängig davon, wie hirnrissig absurd das ganze Konzept aus logischer und auch filmischer Sicht ist. So müsste sich der Film eigentlich relativ zäh und langatmig anfühlen, aber es gelingt dem Film für mich, dieses zähe und langatmige Gefühl bis zur großen Zerstörungs- und Actionorgie am Ende etwas zu druchbrechen. Das liegt vor allem am toll aufgelegten Dwayne Johnson, der vor allem in der Beziehung zu George soviel Wärme, Herz, Witz und Charisma mitbringt. Da sind die gut besetzten Nebenrollen mit Naomie Harris, Jeffrey Dean Morgan, Joe Mangianello und Malin Akerman dann notwendiges Beiwerk. Klassisches „The Rock“-Kino nach dem Motto „Action an, Hirn aus“. Unterhaltsam und effektiv – nicht mehr und nicht weniger.
„Rampage“ - My First Look – 7/10 Punkte.