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"Irgendwann in Mexico" setzt die Geschichte von "Desperado" fort. Der Anfang ist vielversprechend. Wie bereits im Vorgänger wird hier die Legende des "El Mariachi" erzählt und bietet dem Zuschauer einiges fürs Auge, seien es nun die netten Actionszenen oder Salma Hayek.

Doch bald wird einem klar, dass der Streifen mit "Desperado" nicht mithalten kann. Zwar gibt es auch hier wieder ein riesengroßes Staraufgebot, doch leider darf man keine großartigen Leistungen erwarten. Nur Johnny Depp und Antonio Banderas stechen in ihren Rollen positiv hervor. Besonders schade ist es, dass Salma Hayek eigentlich nur eine Nebenrolle zukommt (wie vielen anderen Stars auch), da ihr Charakter bereits gestorben ist und nur in Rückblenden ein paar Auftritte hat. Diese sind zwar erstklassig, aber um so mehr tut es einem weh, dass man sie nicht zusammen mit Banderas in den Krieg ziehen sieht.

Das größte Manko des Filmes ist jedoch die Story. Zu viele Gangster aus verschiedenen Gruppen treten hier auf und es fällt einem nicht leicht, sie immer richtig zuzuordnen. Durch die sehr verworrene Geschichte wird das nicht gerade einfacher. Dadurch macht sich ab und an leider Langeweile breit. Außerdem gibts noch einige Logiklöcher. Da wäre zum Beispiel der Rückblick, als man versucht das plötzlich aneinandergekettete Liebespaar zu töten. Warum hat man das nicht bereits beim Anlegen der Kette getan?

Die Actionszenen sind dafür recht nett anzusehen und sehr blutig geraten. Vom Realismus in diesen Szenen sehe ich mal ab, darum gehts ja bei einem Actionstreifen nicht wirklich. Trotz einiger Schwachpunkte kann man sich den Film durchaus mal ansehen. Die spektakulären Actionszenen gleichen die schwache Story zumindest teilweise wieder aus. Nach dem Abspann darf man übrigens noch einen Blick in Johnny Depps Augenhöhlen werfen.
gerade noch 5 Punkte

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