El Mariachi sinnt auf Rache. Vor Jahren hat Marquez seine Freundin Carolina umgebracht. So kommt es ihm gerade Recht, daß ihn der seltsame CIA – Agent Sands anheuert, eben diesen zu töten, da er einen Staatsstreich auf den Präsidenten plant. Zusammen mit seinen beiden Freunden Lorenzo und Fideo bereitet sich der Mariachi vor. Jedoch hat auch Marquez in Form des Gangsters Barillo einen mächtigen Verbündeten. Es kommt zu einem gnadenlosen Showdown...
Mit „Irgendwann in Mexico“ liefert Regisseur Robert Rodriguez die Fortsetzung zu seinem Hit „Desperado“. Nahezu das gesamte Ensemble des ersten Teil konnte auch hier wieder gewonnen werden. Alles lässt also auf einen unterhaltsamen Film schließen. Doch weit gefehlt; über das Mittelmaß kommt „Irgendwann in Mexico“ leider in keiner Szene hinaus. Schon die Action ist völlig anders inszeniert, als beim Vorgänger. Wenn die Beteiligten von Pistolenkugeln getroffen meterhoch durch die Luft fliegen und Antonio Banderas während einer Verfolgungsjagd per Sprung mal eben vom Motorrad in einen Cadillac umsteigt, fühlt man sich eher in einer Slapstickkomödie, als in einem Actionfilm. Dieses Element passt in „Irgendwann in Mexico“ jedoch gar nicht zu der sehr expliziten Gewaltdarstellung. Hat Rodriguez in seinem Überhit „From Dusk Till Dawn“ noch perfekt Härte und Humor verbunden, wirkt hier beides sehr gekünstelt und aufgesetzt.
Der nächste Schwachpunkt des Films ist die Erzählweise der Handlung. Der im Prinzip nicht besonders komplizierte Plot wird sehr wirr und umständlich vorangetrieben. Selbst, wenn man „El Mariachi“ und „Desperado“ kennt, findet man sich nur schwer zurecht und verliert immer wieder den Überblick. Zudem steuert die Handlung nicht auf einen bestimmten Höhepunkt zu, eine Spannungsentwicklung ist also fast gar nicht zu verzeichnen.
Interessant ist jedoch die Besetzung. Mit Antonio Banderas, Johnny Depp, Salma Hayek, Willem Dafoe und einem fürchterlich verwahrlost aussehenden Mickey Rourke hat Rodriguez eine Riege echter Top – Stars engagiert. Wenn auch keiner der Charaktere, welche diese spielen annähernd glaubwürdig wirkt, dürfte manch einer wenigstens wegen der Besetzung seinen Spaß haben. Ein völliger Fehlgriff ist allerdings Enrique Iglesias, der in der dreckigen Umgebung und den blutigen Shoot – Outs in jeder Szene absolut fehl am Platze wirkt.
Insgesamt ist „Irgenwann in Mexico“ ein nahezu handlungsfreier, langweilig erzählter Film, der „Desperado“ nicht in einer einzigen Szene das Wasser reichen kann. Schade.
3/10 Punkte