Manchmal muß man sich eine DEFA-Märchenverfilmung geben,um abzuschalten und ein nostalgisches Gefühl von Kindheitserinnerungen zu erwecken.Das klappt auch bei „Schneeweißchen und Rosenrot“ganz gut.
Zwei Schwestern leben in einem abgelegenen Tal in der Nähe des Amalienstollens.Hier wohnt ein Berggeist,der seine Schätze hütet.Als zwei Jäger diesen Stollen ergründen wollen,werden sie in Bär und Falke verwandelt,doch die Schwestern kommen dem Geheimnis auf die Spur.
Eine DEFA-Märchenverfilmung,die meinen Erwartungen entspricht:Schlichte Umsetzung mit einfachen Mitteln und einem unverwechselbaren Charme.
Es wurden idyllische Sets ausgewählt,ein paar nette Tiere gefilmt und typische Theaterschauspieler damaliger Zeit eingesetzt, - fertig ist der Film.-Nichts Herausragendes,aber liebevolle Unterhaltung für Jung und Alt.
Die weiblichen Hauptakteure sind zweckmäßig niedlich und agieren stets ein wenig unterbelichtet – so wie es die Grimm-Brothers aufschrieben.(Wobei mir die auffällig großen Kissen von Schneeweißchen gleich ins Auge stachen…)
Billige Effekte mit einfachster Überblendtechnik verbreiten einen gewissen Charme und sind selbstverständlich unterstes Niveau nach heutigen Maßstäben.
Dennoch wurde der Falke gut dressiert,während der Typ im Bärenkostüm eher wie ein Hartz IV-Empfänger beim Wanderzirkus wirkt.
Achtung Splatterfreunde ! Der Berggeist wird von einem herabfallenden Stein erschlagen .
Am Ende bleibt eine Märchenverfilmung,die sich zwar nicht immer an die Vorlage hält,dafür aber mit einer soliden Atmosphäre für eine gelungene Stimmung sorgt.
6 von 10 Punkten