Review

Als der neunjährige Thomas zusammen mit seinem Adoptivvater in London ein Museum besucht, entdeckt er plötzlich seinen Zwillingsbruder. Tom heißt er und ist im Waisenhaus aufgewachsen. Die Brüder beschließen, sich nie wieder trennen zu lassen.

Das es sich bei Tom und Thomas überhaupt wirklich um Zwillingsbrüder handelt ist dabei lange unklar. Zunächst sieht es eher danach aus das Tom nur der kindlichen Phantasie entsprungen ist. Thomas ist ein eher schwächlicher Hänfling, die Mutter ist verstorben und zusammen mit seinem Vater führt er ein Leben das finanziell alles andere als auf Rosen gebettet ist. So scheinen die wechselnden Parallelgeschichten eher aus Thomas Traumwelt zu stammen. Durch Zufall treffen sich die beiden Kinder aber und halten dies zunächst geheim. Niemand sieht die beiden je zusammen, was zu allerlei Verwechslungsspielchen führt, die allerdings enden als Thomas selbst von Kinderhändlern aus dem Internat entführt wird, aus dem Tom zu Beginn geflohen ist. Was folgt ist ein recht interessante Jagd, beide Kids geraten in Lebensgefahr, unter anderem in luftigen Höhen in den eisigen Landeklappen eines Jumbos. Klar das ein Happy End garantiert wird, Daddy bekommt eine neue Frau und den beiden Zwillingen steht gemeinsam eine gesicherte Zukunft bereit.
Tom & Thomas hat dabei gerade in der ersten Hälfte unter einigen Längen zu leiden. Die Story entwickelt sich nur gemächlich und auch die darstellerischen Leistungen aller Beteiligten sind jetzt nicht wirklich oscarverdächtig, alle wirken irgendwie zu routiniert uninspiriert, aber wirkliche Ausfälle sind zum Glück nicht zu verzeichnen. Handwerklich ist alles im soliden Bereich, der Film hat ein ausreichendes Budget, um gute Sets und Locations auf der Habenseite verbuchen zu können. Bleibt am Ende ein typischer Familienstreifen, solide gemacht, aber lange kein Highlight.
6/10

Details
Ähnliche Filme