Review

Unter Feinden

In „The Outsider“ spielt Jared Leto (ein Stückchen bevor er weltweit quasi komplett in Ungnade gefallen ist bei den Fans und mittlerweile fast Kassengift zu sein scheint) einen ehemaligen US-Soldaten in Japan, der den Knast dort übersteht und sich danach als Außenseiter und exotische Figur der Yakuza anschließt und deren Drecksarbeit macht…

Black Pain

Ein bisschen klarster Netflixmovie, ein bisschen im Stile klassischer „G.I. meets Yakuza“-Stoffe befindet sich „The Outsider“ ein Stückchen zwischen den Epochen, Gangarten und Stühlen - und ist heutzutage (leider?) nahezu komplett vergessen. Er kam und ging wie der Wind. So geht es ja leider etlichen Netflixproduktionen, fast egal wie prestigeträchtig, starbesetzt oder gut sie sein mögen. Das große rote N bleibt eben auch Mitte der 2020er noch eher Fernsehen als Kino, es ist trotz riesigem (möglichem!) Publikum immer noch enorm schwer für ein exklusives Netflixvehikel wirklich bedeutsam zu werden und in die Filmgeschichte oder Popkultur einzugehen. Und es kann ja nicht jeder ein „KPop Demon Hunters“ sein… Doch zurück zu „The Outsider“, der zwar wie gesagt aus mehrfacher Hinsicht einen schweren Stand hat, mir jedoch trotzdem solide gefallen hat. Leto ist hier alles andere als schlecht. Die Gangviolence hat ultraharte Gewaltspitzen. Und ein eiskalter und abgebrühter Außenseiter, der in dieser speziellen Gesellschaft nichts mehr zu verlieren hat, hat immer seine interessanten, fesselnden Aspekte und Nuancen. Gemächlich kann das Ganze schon mal werden. Aber schlecht zum Glück nie auch nur ansatzweise. Es sei denn man langweilt sich automatisch arg, sobald man grau melierte Japaner oder abgeschnittene Finger sieht… 

Fazit: Moody und harter Yakuzathriller der alten Schule mit neuen Blutfontänen und Designeranzügen… „The Outsider“ ist trotz (!) Leto als Lead sehenswert - zumindest wenn man einen kleinen Knick für Japan und dortige gory Gangsterkrimis hat… 

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