GINOSTRA – ein optisch wertvoller Krimi.
Es ist lange her, dass Harvey Keitel in Mainstream-Filmen zu sehen war. So ist seine Performance in GINOSTRA wiederum eine Schauspielarbeit, die der breiten Masse verborgen bleiben wird. Der vorliegende Krimi, wenn man überhaupt von einem Krimi sprechen kann, ist nicht einfach zu bewerten. Zum einen gibt es eine hervorragende Besetzung, die der Geschichte ein eindrucksvolles Gesicht verleiht. Auch sind die Szenerien in fantastischen Bildern abgelichtet worden, so dass jeder Kunstbegeisterte mit der Zunge schnalzen muss. Zum anderen ist da diese sperrige und einem sich sehr, sehr langsam erschließende Story, die den Zuschauer zwar fesseln kann, aber niemals so richtig mitreißt. Visuell und schauspielerisch gibt es keinen Grund zur Sorge. Es sind die optischen Pluspunkte, die den Film bis zum Ende hin tragen. Die Geschichte selbst ist der Wermutstropfen, der einem leicht aufstoßen kann. Die Komplexität der Handlungsebene kann bei manchem Zuschauer das Zuschau-Vergnügen deutlich schmälern. Es ist nicht einfach, GINOSTRA mit Bewertungspunkten auszuzeichnen. So schwankt der Krimi ruhig und gemächlich zwischen 5 und 7 Punkten hin und her und will sich gar nicht festlegen. Abschließend muss erwähnt werden, dass der Zuschauer bei über 2 Stunden Spielzeit eine entsprechende Konzentration und Geduld mitbringen muss, sonst wird ihn den Streifen überfordern ODER langweilen.
Fazit : Ausnahme-Film, der die Lager spalten kann.