Anon - Die Enttäuschung (Achtung, teilweise Spoiler)
Bis zu einer bestimmten Länge des Films hofft man auf ein geistreiches und moralisch korrektes Finale, stattdessen erhält man eine Hauptdarstellerin ("Das Mädchen") die ihre bindungslosen Paarungsrituale in einer vollständig gläsernen Welt gern anonym für sich behalten möchte. Zum anderen wird einem ein Bösewicht präsentiert, der "Das Mädchen" unbedingt für sich allein haben möchte.
Ein Rollentausch wäre hier moralisch realistischer.
Hier in diesem Film entsteht aber auch gar keine Sympathie in Bezug auf die Darsteller. Kein mitfiebern bei der Handlung, nichts. Diese kann auch nicht entstehen. Da kann auch der männliche Hauptdarsteller, Clive Owen, nichts herausreißen, denn auch sein Charakter spricht nicht an, erscheint grau, müde und nichtssagend. Man bekommt hier ein monotonen und nichtssagenden Plot vorgesetzt, mehr nicht, es scheint fast so als würde versucht werden, das Publikum eher mit sexuellen Elementen nach Art von Hollywood zu stimulieren, als auf die Überwachungsthematik richtig einzugehen. Dieser Film ist höchstens für äußerst einfältige Menschen gut verdaulich.
Ich vergebe 2 von 10 Punkten. Die 2 Punkte gibt es für das halbwegs annehmbare Zukunfts-Szenario und die anfängliche Spannungskurve.