Review

iHaveCNit: Spielmacher (2018)

Dieses Wochenende vom 12.04.2018 stehen für mich neben John Krasinskis Horrorthriller „A Quiet Place“ auch 2 Genrefilme aus Deutschland auf dem Plan. Der eine ist „Steig.Nicht.Aus!“ und hier nun auch „Spielmacher“. Das Crimedrama hat sich des Deutschen liebste Sportart Fußball und das kriminelle Geschäft der Wettmafia zum Milieu genommen und vereint Frederick Lau, Oliver Massucci und Antje Traue vor der Kamera. Ob der Film für mich nun ein sicherer Treffer beim Elfmeterschießen ist oder eher die rote Karte bekommt, darauf komme ich noch.

Der aus Kroatien stammende Ivo war einst ein vielversprechendes Fußballtalent. Doch ein Vorfall aus seiner Vergangenheit hat ihm eine lange Haftstrafe beschert. Als er aus dem Knast kommt, möchte er sich ein ehrliches Leben aufbauen, doch kurze Zeit später wird er in das Geschäft krimineller Wettmachenschaften des Kroaten Dejan gezogen. Währenddessen lernt er in seinem Jugendclub das junge Talent Lukas und dessen alleinerziehende Mutter Vera kennen und sieht hier seine Zeit gekommen, das ehrliche Leben in Angriff zu nehmen. Wird es ihm gelingen, aus dem tiefen Morast des kriminellen Wettgeschäfts zu kommen ?

Ich brauche an dieser Stelle nicht zu erwähnen, dass ich deutsches Genrekino richtig gut finde. Vor allem wenn man sich hierzulande an Actionfilme oder Thriller wagt. Sowohl im TV als Serie als auch auf der großen Leinwand. Ganz cool finde ich, dass man sich hier in diesem Crimedrama das brutale Geschäft von mafiösen Strukturen im Bereich von Fußballsportwetten als Milieu ausgesucht hat. Hier jedoch lässt der Film neben klassischer Exposition und einigen interessanten Momenten das ganze Thema nur oberflächlich zurück. Es muss eben das Drama erzählt werden, dass sich eben auch an klassische Aussteigerplots von Gangsterthrillern orientiert und sich bis zum Ende hin immer weiter für unseren Protagonisten zuspitzt, der in den letzten Minuten eines Fußballspiels einen Ausgleichstreffer erzielen muss, um das Spiel am Laufen zu halten und sogar einen weiteren Siegtreffer zu landen. Aber durch die klassische Struktur und die leichte Oberflächlichkeit des Themas ist noch kein Siegtreffer vorhanden – nur eine kleine Verwarnung des Schiedsrichters ohne gelbe Karte. Auch kleine Logikfehler aus aktueller Sicht – man würde heutzutage nie auf einen Siegtreffer vom HSV wetten – kann ich hier übersehen. Doch womit erzielt der Film für mich einen Siegtreffer ? Darstellerisch auf jeden Fall durch Frederick Lau, der hier viel von den inneren Konflikten hervorscheinen lässt und als Ivo die perfekte Besetzung für den Protagonisten ist. Und mit Oliver Massucci und Antje Traue hat man noch hochkarätige Nebendarsteller zu bieten. Während Frederick Lau den Assist für den Siegtreffer gibt, wird das Tor letztendlich durch die wunderbar hochwertige Inszenierung und den treibenden Score erzielt. Noch in der regulären Spielzeit von 99 Minuten mit Nachspielzeit, so dass eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen nicht mehr notwendig ist. Bei einem Spiel, dass etwas oberflächlich ist, sich an klassischen Spielen orientiert, aber trotzdem richtig spannend bleibt.

„Spielmacher“ - My First Look – 8/10 Punkte.

Details
Ähnliche Filme