Eine Nonne wird in einem Wald von zwei Jägern/Banditen überfallen. Bewusstlos auf dem Waldboden liegend wird sie entkleidet...
"Sie ist eine Jungfrau", stellt einer der Männer rasch einmal fest.
"Wirklich?" antwortet der andere Typ erstaunt.
"Sie ist eine Jungfrau, eine Jungfrau!"
"Sie muss erst seit kurzen eine Nonne sein."
"Wir müssen sie ficken, sonst ist das schlecht für unsere Reputation."
"Du hast recht."
"Du hast das gesamte Kloster gefickt, also mache ich es zuerst mit ihr."
Ja, das ist Nunsploitation pur...
Auf der Frontseite der DVD-Hülle von Exploitation Digital steht:
THE MOST EXPLICT NUNSPLOITATION FILM EVER MADE.
Nun, zumindest was Gore-/Gewaltszenen betrifft, stimmt diese Aussage keinesfalls. IMMAGINI DI UN CONVENTO gehört in dieser Hinsicht zu den "zahmsten" Genrevertretern überhaupt. Eine kurze Auspeitschung und eine rote Messerklinge gibts zu sehen – sonst nix... Wer einige blutige/derbe Szenen in einem solchen Film sehen möchte, ist mit ALUCARDA, FLAVIA usw. weitaus besser bedient.
Was die Sexszenen betrifft, gehört IMAGES IN A CONVENT – natürlich nur in seiner Uncut-Fassung – jedoch tatsächlich zu den explizitesten. Klar, es gibt Nunsploiter, die noch (viel) mehr Hardcore-Sexszenen bieten. Leider sind die Langfassungen von solchen Filmen jedoch kaum erhältlich... Ich denke da an Filme wie CRISTIANA MONACA INDEMONIATA (1973), LA BIMBA DI SATANA (1980) usw.
Der Film BEHIND CONVENT WALLS (1977), ein ebenfalls sehenswerter Genrebeitrag, hat Joe D’Amato ganz eindeutig zu einer der grafischen Sexszenen "inspiriert".
Die meisten dieser Aufnahmen in IMMAGINI DI UN CONVENTO gehen zwar nur ganz rasch Richtung Hardcore, die Vergewaltigung der Nonne im Wald wurde jedoch erstaunlich grafisch umgesetzt.
Irgendwie erstaunt es mich, dass Joe D’Amato nicht noch viel mehr Nunsploiter realisiert hat...
Mir gefällt dieser Film viel besser als D’Amatos bekannterer CONVENT OF SINNERS (KLOSTER DER 1000 TODSÜNDEN), welcher erst 1986 veröffentlicht wurde. IMAGES IN A CONVENT bietet mehr Sex, hübschere/sehenswertere Darstellerinnen und einen tollen Score. Interessant ist, dass die Geschichte von beiden Filmen auf LA RELIGIEUSE von Denis Diderot basiert.
Der meiner Meinung nach sehenswerteste Genrebeitrag stammt aus Japan: SCHOOL OF THE HOLY BEAST (1974) bietet einige hervorragende Aufnahmen. Ebenfalls sehr sehenswert sind FLAVIA THE HERETIC (1974) und natürlich der Genreklassiker THE DEVILS (1971). ALUCARDA (1978) ist herrlich "anders". Dann folgt für mich jedoch bereits IMMAGINI DI UN CONVENTO.
Genrefans sollten unbedingt einen Blick riskieren!
Mainstreamer und sehr gläubige Menschen auf keinen Fall...