Neben " Nemesis " von 1993 ist Cyborg die beste Regiearbeit, die Albert Pyun je zustande gebracht hat.
Inhalt:
In der Zukunft wird die Menschheit durch eine Seuche dahingerafft. Pearl, ein Cyborg soll ein Heilmittel nach Atlanta bringen. doch sie gerät in die Hände von Pirat Fender und seiner Truppe. Allein Gibson Rickenbacker und seine Gefährtin Nady versuchen Fender aufzuhalten und folgen ihm auf seinem Weg nach Atlanta. Gibson will Rache an Fender, weil der damals seine Familie auslöschte.
Die Story ist billig und nur der kleine Aufhänger für die ultrabrutale Action. Aber wir sind bei Pyun ja nichts anderes gewöhnt, wobei Cyborg eines seiner besten Werke ist. Er weiss den Film hier gut in Szene zu setzen und das Endzeitszenario ist recht gut gelungen, auch wenn die Kulisse manchmal etwas billig daherkommt. Es ist halt alles auf B - Movie Niveau.
Jean - Claudes dritte Hauptrolle, aber schauspielern kann er trotzdem nicht, aber er zeigt was die Fans sehen wollen. Seine Kampfkünste und seinen Spaghat. Und kämpfen muss er verdammt viel. Er darf seine Gegener hier gleich in Massen verdreschen uns sich noch einen gut fünfminütigen Endfight mit Fender leifern. Genau die Action rettet Cyborg auch vor dem K. O. Die Fights sind super choreochraphiert und die Einschüsse sind blutig. Vincent Klyn als Fender gibt einen richtig dreckigen Bösewicht ab. Der Rest der Darsteller ist eigentlich keiner Erwähnung wert, außer das Ralf Moeller hier als Hüne eine kleine Rolle hat. Er beisst aber relativ schnell ins Gras.
Die Musik passt zu den Fights und deutet immer auf einen Höhepunkt hin, der aber nicht kommt.
Leider nerven als die Erinnerungssequenzen, weil sie zu oft kommen und die Frisur die man Gibson da verpasst hat ist mehr als peinlich. Da der Film kurz ist und man andauernd Action geboten kriegt, fällt das aber nicht so ins Gewicht und man kann darüber hinweg sehen. Die Cyborgeffekte sind leider auch schon sehr altbacken und rutschen für heutige Verhältnisse schon ins Lächerliche ab. Aber man merkt wenigstens das der Großteil der Mühe in die Action geflossen ist.
Fazit:
Endzeitactioner mit Van Damme: Tresche ohne Ende, blutige Shootouts und Hinrichtungen, mittelmäßige Darsteller. Macht aber einfach Spass sich das anzusehen und Pyun hat mit diesem Film in seiner Trashkarriere wenigstens einen kleinen Höhepunkt zu verbuchen.