Review

Obwohl Van-Damme-Filme für mich früher Pflichtprogramm (!) waren, muss dieses Frühwerk des belgischen Raufbolds an mir vorbeigegangen sein - jetzt, dem Internet sei Dank, wurde das, im Rahmen eines persönlichen (zeitlich begrenzten) Martial-Arts-B-Movies-Revivals, mal eben nachgeholt.
Ohne die "Mad Max"-Filme zu kennen, denke ich mal, dies ist eine Art Exploitation- und Ultra-Low-Budget-Version davon (mit einem abstrusen Plot rund um einen (weiblichen) Cyborg, der für das Überleben der Menschheit wichtige Informationen in sich gespeichert hat). Und wie das so ist, wenn man fast keine Kohle zur Verfügung hat, müssen für ein "Endzeitszenario" halt Hinterhöfe, Müllberge, verlassene Lagerhallen und die freie Natur herhalten, und die Darsteller tragen mangels Budget abstruse Kostüme, die Fell, Kettenhemden und anderen Schrott kombinieren, was dann einfach die Kleidung der Zukunft sein soll, kann ja keiner nachprüfen ...
Van Damme als Held ist hier natürlich Van Damme ist Van Damme, und der "Ober-Bösewicht", essentiell in diesem Filmgenre, ist ein taugliches Ekelpaket (sogar mit verfärbten Augenlinsen), auch wenn seine künstlich tiefe (deutsche) Stimme etwas lächerlich ist. Deutschland-Export Ralph Moeller (als "Rolf Muller") hat übrigens auch einen Auftritt und sieht aus wie eine Mischung aus Yeti und Neandertaler mit peinlicher Langhaar-Perücke, macht aber, auf Seiten der Bösen, eh einen frühen Abgang ...
Weiter auf der "Haben-Seite" hat der Film eine ordentliche Depro-Atmosphäre (die karge Ausstattung trägt ihren Teil dazu bei..), zweckmässige Kämpfe und einen anständigen Härtegrad zu bieten, womit er die annähernde Überdosis an Trash (ein wenig gehört bei dieser Sorte Film ja fast dazu..) gerade noch so auszugleichen vermag ...

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